Archiv der Kategorie: Stille Zeit-Notizen

Drei Life Essentials in der Beziehung zu Gott

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Im Hebräerbrief wird von drei Dingen gesprochen, die für unsere Beziehung zu Gott essentiell sind. Wenn wir meinen, wir können darauf verzichten und trotzdem Gott nahe sein, so leben wir in Selbsttäuschung.

1. Ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung! (Hebräer 9,22)

Das Blut, das Jesus Christus für uns vergossen hat, ist die Basis. Ohne dieses Blut kann die Trennung von Gott nicht aufgehoben werden. Dieses Blut wäscht uns von unseren Sünden und gibt uns Gott gegenüber ein reines Gewissen. Es ist das Sühnegeld für unsere Erlösung, der Kaufpreis, der uns aus der Sklaverei der Sünde freikauft.

2. Ohne Glauben ist es unmöglich, Gott zu gefallen. (Hebräer 11,6)

Das Vertrauen zu Gott und zu seinem Wort ist die Art und Weise, wie wir diese Vergebung in Anspruch nehmen. Wir haben erkannt, dass er es gut mit uns meint, dass er uns mehr liebt als irgend jemand sonst, und was er sich diese Liebe hat kosten lassen. Das bewirkt, dass wir uns ihm ganz anvertrauen.

3. Ohne Heiligung wird niemand den Herrn sehen. (Hebräer 12,14)

Heiligung ist der Beweis für dieses Vertrauen, Sie ist der Beweis, dass wir diese Reinigung auch tatsächlich wollen, dass wir wirklich in der Beziehung zu diesem Gott leben möchten, der sagt: “Seid heilig, denn ich bin heilig!” Heiligung ist keine fromme Leistung, mit der wir es uns verdienen, in den Himmel zu kommen, sondern Gottes Tun an uns, in das wir bewusst und dankbar einwilligen, Ganz unverdient hat er uns in seine Familie aufgenommen. Wir sind wie Straßenkinder, die vom König adoptiert wurden. Wir fühlen uns so begnadigt und sind so glücklich über unsere neue Identität, dass wir nur zu gerne die Tischsitten in seinem Haushalt lernen und uns ihm anpassen wollen.

10 Taktiken des Feindes im Buch Nehemia

Nehemia ist ein Buch, in dem es um geistliche Kriegsführung geht. Der Bau (oder Wiederaufbau) der Stadt Gottes geht nicht ohne ständige Angriffe vonstatten. Da hat sich bis heute nicht viel geändert. Wir kämpfen gegen den selben Feind in vielen verschiedenen Verkleidungen. Oft ist es schon die halbe Miete, wenn man seine Taktik durchschaut! Dann kann man den Schild des Glaubens den Pfeilen des Bösen entgegenhalten. Das hat Nehemia auch getan, und das machte ihn so unbeirrbar und standhaft, dass er nicht aufgab,

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Beten lernen: Nehemia als Vorbild

Manchmal hat Gott so bestimmte Themen, mit denen er uns ständig konfrontiert. Mir springt zur Zeit das Thema Gebet entgegen, wo immer ich lese. In meiner Stillen Zeit bin ich jetzt in Nehemia, und in den ersten beiden Kapiteln kann man unwahrscheinlich viel von Nehemia lernen, was Gebet anbetrifft.

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1. Die Grundbedingung ist das Interesse an den Dingen des Reiches Gottes. In Nehemia 1,2 bekommt Nehemia Besuch, und er fragt sie nach Jerusalem und den Entkommenen, die da noch leben. Er will Information: Wie geht es der Stadt Gottes? Wie geht es dem Volk Gottes? Er will die Wahrheit hören, selbst wenn sie ihm das Herz schwer macht. Sind das die Fragen, die uns umtreiben? Sind wir bereit, uns mit den harten Realitäten zu befassen, oder wollen wir lieber nichts davon hören? Ist die Gemeinde des Herrn/ das Reich Gottes  das, was unser Herz und unsere Gedanken beschäftigt?

2. Nehemia ist ein Vorbild in seiner Reaktion gottgemäßer Traurigkeit. Er weint, und er lässt sich nicht ablenken. Er guckt keinen Film oder geht shoppen, damit er schnell wieder gut drauf ist und vergisst, was er gehört hat, sondern er bringt es mit Beten und Fasten vor Gott. Er identifiziert sich mit seinem Volk und tut Buße für ihre kollektive Sünde. Aber er bleibt nicht bei dem Elend stehen, sondern gestützt auf Gottes Charakter und Gottes Verheißungen entwickelt er im Gebet eine neue Perspektive.

3. Er ist ein Vorbild in betender Abhängigkeit. Er möchte aktiv werden, aber er kann trotzdem nicht einfach lospreschen – Gott muss die Wege ebnen. Obwohl er sich fürchtet, wirft er sich ganz auf Gott, steht während seines Gesprächs mit dem König mit Gott in Verbindung und gewinnt daraus den Mut, dem König seine Anliegen vorzutragen.

4. Er ist ein Vorbild in Besonnenheit. Weil er so von Gott abhängig und in konstanter Verbindung nach oben ist, muss er seine Gedanken und Pläne nicht gleich herausposaunen. Er kann in Ruhe die Lage prüfen, ohne mit Menschen darüber zu reden. Das ist ein Fehler, den ich so oft mache, dass ich zu schnell rede und handle, ehe die Dinge völlig klar sind. Schon ist man dann trotz vorausgegangenem Gebet aus der Abhängigkeit  von Gott herausgefallen.

Wie Paulus Jünger pflegt und erzieht: Mütterlich-väterlich

Ich lese zur Zeit durch den 1. Thessalonicherbrief und bin fasziniert von den Einblicken, die Paulus uns in die Art gibt, wie er dient. Jeder, der anderen Menschen helfen will, in Christus zu wachsen, kann so viel von ihm lernen.

newborn-457233_1920Er beschreibt es in Bildern: Er war unter ihnen (der jungen Gemeinde in Thessalonich)  wie eine stillende Mutter gewesen. Was erwartet man schon von einem Baby, außer, dass es schreit, wenn es Hunger hat, und dass es trinkt. Es macht Arbeit – und das ist gut so! Das Kind kann der Mutter nichts geben; sie gibt ihm alles – aber sie wüsste nicht, was sie lieber täte. Paulus ging es mit diesen geistlichen Babys genauso:

So, in Liebe zu euch hingezogen, waren wir willig, euch nicht allein am Evangelium Gottes, sondern auch an unserem eigenen Leben Anteil zu geben, weil ihr uns lieb geworden wart. 1.Thessalonicher 2,9

Nicht, dass es nicht anstrengend und echte Mühe gewesen wäre, aber es war gleichzeitig eine ganz große Freude, ihnen das Evangelium Gottes zu predigen und  die unverfälschte Milch des Wortes zu füttern, damit sie wachsen konnten! Wie hat ihr Hunger ihn begeistert! Dabei ist er vorsichtig gewesen mit diesen geistlichen Neugeborenen; er hat keinen Druck ausgeübt, nichts gefordert und sie auch finanziell nicht belastet. Es bestand kein Zweifel, wer hier der Gebende und Opfernde war.

Aber er gebraucht auch noch ein anderes Bild.foot-race-776446_1920

Ihr seid Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und untadelig wir gegen euch, die Glaubenden, waren; wie ihr ja wisst, dass wir euch, und zwar jeden Einzelnen von euch, wie ein Vater seine Kinder ermahnt und getröstet und beschworen haben, des Gottes würdig zu wandeln, der euch zu seinem Reich und seiner Herrlichkeit beruft. (2,10-12)

Er sieht sich hier als Vorbild und Trainer. Er hat ein Ziel, zu dem er sie hinbringen will, und dafür will er sie ausrüsten. “Kommt, orientiert euch an mir!”, und dann kriegen sie Korrektur und Ermutigung und Ansporn, damit was aus ihnen wird.

Beides gehört zusammen. Paulus hat sich das bei Jesus abgesehen. Er hat auch den Jüngern die Füße gewaschen, sie ermahnt und zurechtgewiesen ohne falsche Sentimentalität, sie zu seinen Diensten mitgenommen, sie beten gelehrt, sie an die Arbeit gestellt – und sich für sie geopfert bis zum Tod.

Beten lernen: Gottes Charakter kennen

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In meiner täglichen Bibellese (2. Chronik 20) bin ich auf ein interessantes Gebet gestoßen. Gegen das Reich Juda ist eine übermächtige Allianz zum Kampf angetreten. Der gottesfürchtige König Joschafat geht den richtigen Weg und sucht ohne weitere Umwege die Hilfe Gottes. Er ruft sein Volk zu Gebet und Fasten auf.

In seinem Gebet stellt er Gott drei interessante (rhetorische) Fragen:

  • Bist du nicht … ? O Herr, du Gott unserer Väter, bist du nicht Gott im Himmel und Herrscher über alle Königreiche der Heiden? In deiner Hand ist Kraft und Macht, und niemand kann vor dir bestehen!
  • Hast du nicht…? Hast du nicht, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, gegeben auf ewige Zeiten?
  • Willst du nicht … ? Unser Gott, willst du sie nicht richten?

Er erinnert Gott sozusagen an sich selbst, an seinen Charakter, seine Größe und Überlegenheit, an seine Verheißungen und alles, was er schon getan hat. Die letzte Frage ist die logische Schlussfolgerung aus allem, was er über Gott weiß: Willst du sie nicht richten?  Er bekennt, dass er selbst völlig hilflos ist und keine Ahnung hat, was er tun soll. Er erwartet aber alles von diesem Gott, denn so wie er ist und sich in der Vergangenheit gezeigt hat, kann er mit seinem Eingreifen rechnen.

Sein Gebet scheint Gott zu gefallen, denn es wird sofort mit einer Zusage beantwortet. Daraufhin fängt Joschafat im Glauben an zu loben und anzubeten, schon ehe er die konkrete Hilfe erfahren hat!

Joschafats Gebet gründet sich auf eine solide Kenntnis des Wesens und der Handlungsweise Gottes – deshalb ist es so “erfolgreich”. Er kann mit einer großen Zuversicht beten, weil er weiß, wie Gott ist.

Ehe wir beten, sollten wir in Gottes Wort nachforschen: Wie ist er? Wie hat er in der Vergangenheit gehandelt? Sieht das, um das ich ihn bitten will, “ihm ähnlich”? Dann können wir uns zuversichtlich darauf berufen.