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Gelesen: „Ja, Vater!“

Gestern habe ich von dem Anker im Sturm geschrieben; heute möchte ich ein kleines und sehr besonderes Buch vorstellen, das zeigt, wie das praktisch aussehen kann. Es ist ein Erlebnisbericht, der hauptsächlich aus den Emails besteht, die Andreas Fett 2004/2005, als die Ereignisse sich zutrugen, an seine Freunde geschrieben hat, und deren Antworten. Ans Ende haben er und seine Frau noch einige Gedanken über den geistlichen Ertrag dieser Zeit gestellt.

Am 4. Advent 2004 muss Gabi, Mutter von 3 kleinen Kindern, mit einem stark schmerzenden rechten Arm ins Krankenhaus. Um was es sich handelt, ist unklar. Der Arm schwillt schnell aufs Doppelte seiner normalen Größe an und muss operiert werden. Die Schmerzen lassen aber nicht nach, und am Dienstag wird sie nochmals operiert. Ein Hubschrauber bringt sie in ein anderes Krankenhaus. Trotz aller Aufregung sind Gabi und ihr Mann in Gottes Frieden. Die Gemeinde und die Freunde beten, und Andreas kann dem Hubschrauberpersonal bezeugen, was in Leben und Tod wirklich trägt. Der nächste Tag bringt neue  Qualen und eine Weiterverlegung. Und es wird nicht besser. Es wird mehr und mehr klar, dass dies ein Kampf auf Leben und Tod wird. Heiligabend will Gabi aufgeben; sie ist völlig zermürbt von den Schmerzen. Sie schickt ihren Mann heim, um mit den Kindern Weihnachten zu feiern. Währenddessen treffen sich spontan einige Dutzend Freunde, um für Gabi zu beten, andere kommen, um ihn zu ermutigen und ihm mit den Kindern beizustehen. Seiner Frau aber geht es nicht besser. Nach einer neuen OP versetzt man sie ins künstliche Koma. Inzwischen löst jedes Telefonklingeln bei Andreas Ängste vor schlechten Nachrichten aus, trotzdem hält sein Anker  in diesem Sturm von Hoffen und Bangen. Er erlebt, dass Gott den zerbrochenen Herzen nahe ist. Zum Jahreswechsel wacht Gabi auf, und es scheint ihr besser zu gehen. Sie wird auf die Normalstation verlegt, und Haut wird transplantiert. Ihre Zimmernachbarin beobachtet verwundert, wie natürlich die junge Frau neben ihr ihren Glauben lebt und mit ihrem Mann betet. Sie fängt an, viele Fragen zu stellen.

Aber in Gabis Arm sind immer noch Eiterherde; eine weitere Operation folgt. Ende Januar wird klar, dass sie nur überleben kann, wenn ihr Arm amputiert wird. Nach der OP schreibt Andreas:  „Es geht nicht um unseren Machbarkeits-Glauben, sondern um das getroste Fügen in Gottes liebevolle Absicht mit uns allen……Ich sehe schon meine einarmige Frau im Gespräch mit ähnlich Eingeschränkten. Was wird diese triumphierende Annahme des herben Verlustes die Liebe Jesu groß machen!“

Gabi kann derweil einem kleinen Armenier-Mädchen in ihrem Zimmer die Liebe Jesu weitergeben, und wenn ihr Mann mit seiner Gitarre zu ihr ins Zimmer kommt und sie singen, haben sie auch noch andere Zuhörer. Hier und da können sie von ihrem Glauben erzählen oder ein gutes Buch weiterreichen. Mit weiteren Operationen wird der Armstumpf versorgt, und Gabi wird für das Leben mit einem Arm fit gemacht, u.a. mit einem Kochkurs für Einarmige. Und sie stellt fest, dass sie mit einem Arm mehr Verlorene umarmen kann! Inzwischen fangen die Zimmernachbarn an, die Bibel zu lesen und sie mit Fragen zu löchern!

Nach fast 70 Tagen im Krankenhaus darf sie zurück zu ihrer Familie. Gabi resümiert: „Gott hat mir durch die schwere Zeit seinen Stempel aufgedrückt. Er hat meinen Glauben autorisiert. Er ist echt!…..Ich weiß, woran ich glaube.“

Die Erlebnisse von Andreas und Gabi zeigen: Gottes Wege sind manchmal unverständlich und schwer, aber für den, der Gott liebt und seine Ehre sucht, sind sie nicht sinnlos, sondern eröffnen neue Möglichkeiten. Wir müssen nicht dagegen ankämpfen – wir können ihm wirklich vertrauen. Was mir auch sehr gut gefällt: Dass dieses Buch zeigt, was für eine wunderbare Sache die Gemeinde Jesu ist. Durch die Liebe und die Gebete der Glaubensgeschwister fühlten sich die Beiden manchmal wie in Watte gepackt, getragen und aufgehoben. Die Familie Gottes ist der Arm der Liebe Gottes auf dieser Erde.

Das kleine, schön aufgemachte Büchlein ist bei CLV erschienen und kostet nur 4,90€ und eignet sich prima als Geschenk. Den Text darf man kostenlos als PDF downloaden.

Querbeet am 22.7.2013

Kann man an Jesus glauben, ohne sich seiner Herrschaft zu unterordnen? René Malgo erklärt in seinem Artikel “Mein König und mein Gott”, warum das nicht möglich ist, und dass dieser Standpunkt dem Gerechtwerden allein aus Gnade nicht widerspricht.

Die “Biblische Dogmatik” von Wayne Grudem ist jetzt in Deutsch erschienen. Eine kritische Rezension findet man hier.

Die finnische Innenministerin Päivi Räsänen hat es gewagt zu sagen:”Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.” Und wer maßregelt sie dafür? Ihre eigene Kirche. Hier der Bericht des Medienmagazins PRO.

Mit sich selbst reden – Tips für geistliche Krisen und Depressionen!

Querbeet am 25.5.2013

Zungenreden – immer wieder ein heißes Thema: Gibt es das noch oder hat es aufgehört? Und was ist es überhaupt? Biblische Kriterien geben den Ausschlag, wenn Tim Conway diese Frage beantwortet, leider in Englisch.

Das hat mich fasziniert! Ich kann jetzt die ersten 3 Kapitel des Hebräerbriefs auswendig (so gut wie), und bei diesem lebendigen Vortrag sieht man, dass sich die Mühe hundertprozentig  lohnt! Welch einen Schatz hat man dann immer parat!

Hebrews Recited from Covenant Fellowship Church on Vimeo.

Einen sehr ehrlichen Artikel über die Sucht nach Beifall, die in uns allen steckt, hat Michael Nickel auf der Pilgerreise geschrieben.

Wer englische Ebooks liest, kann sich die ganze „Crucial Questions“ Serie von R.C. Sproul kostenlos herunterladen (für Kindle auch auf Amazon.de).

Querbeet am 26.4.13

Ist Gott ein gewalttätiger Sadist? Wie ordnet man die “Gewalttexte” in der Bibel richtig ein? “Ist Gott ein launisch-boshafter Tyrann?” fragt Johann Hesse vom Gemeindehilfsbund und versucht, aus der Heiligen Schrift Antworten zu geben.

Wie man mit dem “Zwiebelmodell” sich selbst und anderen helfen kann, sein wahres Lebensziel zu entblättern, kann man hier nachlesen.

Gott will, dass seine Kinder sich bei ihm sicher fühlen. Larry Norman führt in 6 Punkten aus, worauf wir diese Hoffnung gründen können.

Kindle-Nutzer finden auf gospelebooks.net oft Schnäppchen, die für einen oder mehrere Tage kostenlos sind; allerdings gilt die Mehrzahl der Angebote nur für die USA. Wie man nun völlig legal seinen Kindle auf ein amerikanisches Konto umstellen kann, dazu findet man hier die Anleitung. Kostenlose ebooks kann man dann sofort per 1click runterladen; ansonsten braucht man eine Kreditkarte. Das Kindle-Konto lässt sich mühelos zwischen Deutschland und USA hin und her switchen. Hier kann man sehen, was es zur Zeit kostenlos gibt.

Querbeet am Karfreitag 2013

Wie sah das Leiden Jesu praktisch aus? Die Evangelien berichten relativ knapp davon, wahrscheinlich weil die römischen Hinrichtungsmethoden allen Menschen damals zur Genüge bekannt waren. Dieser Artikel beschreibt die Durchführung von Geißelung und Hinrichtung gemäß der historisch bekannten Fakten fast genauer, als man es ertragen kann.

“Die Welt” schreibt über neuere Erkenntnisse zur Historizität des Hügels Golgatha – auch mal ganz interessant.

Maria, die Mutter Jesu, war auch bei seinem Sterben zugegen. Eines der letzten 7 Worte Jesu am Kreuz befasst sich mit ihr (englisch).

“ In the midst of suffering horrific pain and dying he was thinking of his mothers needs.  He lovingly commends his mother to the care of his friend, John, who took Mary into his own home.Jesus will certainly provide for you!  Do you think he would give his life for you and then not meet your needs?”( “Während er schreckliche Schmerzen litt und am Sterben war, dachte er an die Bedürfnisse seiner Mutter. Liebevoll befiehlt er sie der Fürsorge seines Freundes Johannes an, der Maria in sein eigenes Heim aufnahm. – Jesus wird sich ganz sicher um dich kümmern! Denkst du, er würde sein Leben für dich geben und dann an deinen Bedürfnissen vorbeigehen?”)

Das Buch von John Piper “Die Passion Jesu Christi – 50 Gründe, warum er kam, um zu sterben” kann bei der Buchhandlung Bühne als kostenloses Pdf heruntergeladen werden.