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Vom Sorgenwerfen

Kennt ihr den Spruch: „Sorge ist wie ein Schaukelstuhl – sie hält dich immer in Bewegung, aber bringt dich nirgendwo hin“? Das ist wirklich wahr. Sorgen sind echte Energieräuber. Sie sind das Uneffektivste, womit du dein Leben verbringen kannst. Gewöhnlich drehen sie sich um Dinge, die sich unserer Kontrolle entziehen. Wir bilden uns allerdings oft ein, wenn wir uns lange genug das Gehirn zermartern, alle Leute und die KI fragen und uns durchgooglen bis zu Ergebnis 7.354, dass wir es dann vielleicht doch schaffen, irgendwie Herr der Lage zu werden.

Petrus hat ein besseres Rezept für uns.

In 1. Petrus 5,6.7 empfiehlt er uns:

Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes, damit er euch erhöht zur rechten Zeit, indem ihr alle eure Sorge auf ihn werft! Denn er ist besorgt für euch.

Das ist kein Vorschlag aus einem Lebenshilfe-Ratgeber, sondern ein Befehl an Gottes Kinder. Das müssen wir uns klarmachen. Es geht nicht nur um unser Wohlbefinden – das tatsächlich auch – aber es geht auch um das Wohlbefinden der Menschen um uns her (ist dir schon mal aufgefallen, dass Sorgen keine gute Laune machen?), um unsere Funktionsfähigkeit im Alltag und last but not least um Gottes Ehre.

Erst vor einigen Jahren ist mir aufgefallen, dass der zweite Vers nicht ohne den ersten funktioniert. In vielen Bibeln sieht das aus, als seien das zwei unabhängige Verse, aber die Elberfelder Bibel und auch die englischen Bibeln zeigen, dass sie von einander abhängen, und dieser Zusammenhang ist wichtig.

Zuerst wollen wir uns mal den Gesamtkontext des Briefes anschauen. Petrus schreibt an verfolgte Christen, die leiden. Er sagt ihnen nicht, sie sollen zusehen, dass sie ihre Situation verbessern, oder Petitionen für Religionsfreiheit unterschreiben oder einen Freiheitskampf führen. Stattdessen rät er ihnen immer wieder zur Unterordnung unter die Situation und unter die menschlichen Einrichtungen, d.h. Regierungen, Steuern, Könige, Beamte  usw. Die Sklaven sollen sich ihren Herren unterordnen, die Frauen ihren Männern, die Jüngeren den Ältesten, alle sich gegenseitig. Das Leiden als Christen sollen sie auf sich nehmen mit der Hoffnung auf das himmlische Erbteil. Unterordnen heißt dabei nicht, apathisch und resigniert alles über sich ergehen zu lassen, sondern voller Hoffnung auf Gott und den himmlischen Lohn unbeirrt das Richtige zu tun.

Das ist also der Kontext dieser Verse im 1.Petrusbrief. Und die Angesprochenen hatten Sorgen! Sorgen wie: Wie ist mein Herr wohl morgen drauf? Krieg ich wieder Prügel? Ich bin schwanger – wie kann ich in so eine feindselige Umwelt ein Kind gebären? Welche Chancen hat das im Leben? Werde ich meinen ungläubigen Mann zu Christus führen können, oder wird er sich vielleicht von mir scheiden lassen und mir meine Kinder wegnehmen? Wenn sich meine Familie um des Glaubens willen von mir abwendet, wer versorgt mich im Alter (es gab ja noch keine Rentenversicherung)? Wie soll ich mich vor Gericht verteidigen gegen die Verleumdungen? Und dazu das allgemein menschliche Kopfkino, das wir auch kennen: Kommen wir aus mit dem Einkommen? Wie sollen wir die Rechnungen bezahlen? Was, wenn ich meinen Job verliere? Die politische Lage, Krieg und Unruhen, Angst um die Kinder, Krankheit unserer Lieben, unsere eigene Gesundheit und und und …

Also – was tun? Petrus sagt: Demütigt euch nun unter die mächtige Hand Gottes. Wenn er sagt: Demütigt euch nun, dann heißt das: „in Anbetracht von allem, was ich euch bis jetzt geschrieben habe.“ Und er hat zwar viel übers Leiden geschrieben, aber auch viel über die Herrlichkeit, über den ewigen Lohn, das ewige Erbteil, über die Möglichkeit, durch ihr Leben zu zeigen, wie Gott ist, ein Zeugnis zu sein, Menschen für Jesus zu gewinnen. Das liegt alles mit in diesem „nun“.

Was bedeutet es, sich unter die mächtige Hand Gottes zu demütigen? Es bedeutet, dass er der Herr und Meister ist, dass nicht ich die Kontrolle beanspruche, dass ich nicht bestimmen will, was er wann zu machen hat. Ich überlasse ihm den Ausgang der Angelegenheit, das Wann, Wie und Wo. Das mache ich aber nicht, weil er ein willkürlicher Tyrann ist, dem ich mich zwangsweise unterordnen muss, weil er ja die Macht hat, sondern weil er ein guter Vater ist. Ich vertraue ihm, dass er das tut, was er verspricht, nämlich mich erhöht „zur rechten Zeit“. Das Wort, das hier steht, ist Kairos, das ist der von Gott bestimmte ideale Zeitpunkt. Gott verspricht, dass er das Problem rechtzeitig löst.

Gottes Vorstellung von „rechtzeitig“ und meine Vorstellung von „rechtzeitig“ sind manchmal etwas unterschiedlich. Gott hat nämlich Zeit. Sarah kann mit ihren 90 Jahren nur noch darüber lachen, dass sie noch ein Kind bekommen soll. Der Zug ist abgefahren, denkt sie. Aber falsch gedacht! 400 Jahre lässt Gott sein Volk leiden in Ägypten. Mose schickt er 40 Jahre in die Wüste, bis er ihn beruft, und dann noch mal 40 Jahre auf Wüstenwanderung. Zacharias und Elisabeth werden alte Leute, bis Johannes geboren wird. Aber Gott sagt: Alles geschieht rechtzeitig, nicht nur so ungefähr, mit einem kleinen bisschen Verspätung, sondern haargenau. Gottes Abwarten liegt nicht daran, dass er uns vergessen hat oder unsere Not und unsere Sorgen ihm egal sind. Er fühlt die ganze Zeit mit uns, aber er verfolgt einen Plan, den wir nicht sehen. Wie Hiob seine Situation empfand, das wird uns ja in seinem Buch beschrieben. Er hatte nicht den Eindruck, dass Gott mitfühlend und barmherzig ist, sondern beschwerte sich, dass Gott ihn als Zielscheibe aufgestellt hätte, denn so hat es sich angefühlt. Aber so war es nicht.

Wir haben mit der Bibel ein ganzes Buch, das uns bei den Lebensgeschichten anderer Leute (z.B. Hiob, Joseph, Moses, Daniel, Paulus … ) immer wieder einen Blick hinter die Kulissen erlaubt. Nur bei uns selbst ist uns das im Allgemeinen verwehrt. Aber Gott gewährt uns diesen Blick, damit wir wissen, dass er auch in unserer Geschichte derselbe Gott ist.

Interessanterweise wird auch von Jesus gesagt, dass er sich erniedrigte (und das ist im Griechischen genau dasselbe Wort wie „demütigt [euch]“ hier) und gehorsam wurde bis zum Tod am Kreuz (Philipper 2,8). Wir wissen, dass er im Garten Gethsemane betete: Nicht mein Wille, sondern der deine soll geschehen. Das gehört dazu: Die Hingabe an Gottes Willen, an seine höheren Pläne und die Bereitschaft, dafür zu leiden. Übrigens vertraute auch Jesus darauf, dass er erhöht werden würde zur rechten Zeit!

Wenn man sich nun unter Gottes Hand gedemütigt hat, seine Macht und Überlegenheit anerkannt, aber auch seine Weisheit und seine Güte – wie funktioniert dann das „Sorgenwerfen“? Werfen ist ein interessantes Bild. Ich war immer sehr schlecht im Sport. Die Bundesjugendspiele waren ein Tag der Schmach und Schande für mich. Ich war immer froh, wenn der Ball nach dem Werfen irgendwo vorne und nicht hinter mir landete. Ich habe mir jetzt mal so ein Video angeschaut: Wie wirft man eigentlich? (Leider war ich lange vor YouTube Kind.) Aber ein paar Sachen sind klar: Ich muss den Ball wirklich loswerden wollen. Ja, will denn nicht jeder seine Sorgen loswerden?

Manchmal nicht. Manchmal haben wir Bedenken, was Gott mit unseren Sorgen macht. Am Ende macht er das nicht so, wie ich es gerne hätte? Vielleicht sollte ich mich doch lieber selbst drum kümmern? Dann habe ich vielleicht ein bisschen mehr Einfluss darauf …

Schlag dir das aus dem Kopf! Du musst den Ball loslassen, und zwar ganz und gar und mit Schwung, so dass du ihn nicht mehr einholen kannst. Dein ganzer Mensch muss das Problem auf Gott legen wollen, egal was er damit macht. Und – das habe ich aus diesem Video gelernt – du musst dahin schauen, wo der Ball landen soll. Schau auf den Gott, der seinen Sohn für dich gegeben hat. Auf den Gott, der versprochen hat, dass dir alles zum Besten dienen wird, dass er dich ans Ziel bringt, dass du seinem Sohn gleichgestaltet wirst! Auf den Gott mit dem guten Plan und der großen Macht.

Wenn ich werfe, dann berufe ich mich auf alles, was Gott verheißen hat und was er ist, und ich akzeptiere auch, was er nicht verheißen hat: Er hat nicht verheißen, dass ich auf dieser Erde nicht leiden werde, aber er hat versprochen mich nie zu verlassen, mir jeden Tag zu geben, was ich brauche, und er hat versprochen, mich zur rechten Zeit zu erhöhen.

Es gibt noch eine weitere Wurf-Anleitung in Philipper 4,6. Da heißt es:

Seid um nichts besorgt, sondern in allem sollen durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden; und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Wie lässt man seine Anliegen vor Gott kundwerden? Gebet, Flehen und Danksagung. Das hört sich recht ausführlich an. Wir agieren manchmal bei Gott so seltsam, wie wir es sonst nie tun würden, wenn wir Hilfe suchen. Wir wollen das so nebenbei erledigen. Wir sind wie kranke Leute, die jeden Tag beim Arzt anrufen und ins Telefon schreien: „Helfen Sie mir!“ Ehe er fragen kann bei was und wieso, haben wir schon wieder aufgelegt. Wir müssen unser Anliegen kundwerden lassen! Das heißt: Ich muss ihm alles sagen. Ich brauche einen Termin mit Gott, bei dem ich alles rauslasse, was mich quält, womit ich nicht klarkomme, wovor ich Angst habe. Das geht nicht nebenbei. Es ist nicht so, als käme Gott ohne unsere Information nicht zurecht. Er will das so, weil wir das brauchen. Wir brauchen das Bewusstsein: Ich hab´s ihm gesagt. Ich habe den Ball geworfen. Er ist jetzt bei ihm. Er kümmert sich, er ist für mich besorgt, wie Petrus sagt. Und wenn dir später noch was einfällt, gehst du noch mal hin. Und sprich ihm dein Vertrauen aus! Danke ihm, dass er das alles erledigen wird, dass er es perfekt und zuverlässig machen wird.

Was Gott nicht braucht – genau wie der Arzt, der schätzt das meist auch nicht – sind unsere Vorschläge, mit welchen Schritten er das Problem lösen könnte. Ich erwische mich manchmal dabei, dass ich sage: Vielleicht könntest du das doch so und so machen (nur für den Fall, dass ihm die Ideen ausgehen). Maria, die Mutter Jesu, ist uns da ein großes Vorbild bei der Hochzeit zu Kana. Zur ultimativen Peinlichkeit für das Brautpaar war der Wein ausgegangen. Noch bis zur goldenen Hochzeit hätten die Leute Videos davon gepostet, wie alle heimgegangen sind, weil die Party vorzeitig zu Ende war. Da geht Maria zu Jesus und sagt: „Sie haben keinen Wein.“ Dann weist sie die Diener an: „Macht, was er euch sagt.“ Sie sagt nicht: „Guck mal Jesus, da steht jede Menge Wasser zum Füßewaschen – könntest du da nicht Wein draus machen? Ich gebe dir die Tipps, und du vollbringst das Wunder.“

So machen wir das leider oft.

Es gibt verschiedene Arten zu beten. Es gibt das Kämpfen für das Reich Gottes mit Anliegen, die uns in Gottes Wort vorgegeben sind. Es gibt das Gebet des Glaubens, wenn Gott uns die Gewissheit für einen bestimmten Ausgang gibt, weil er uns etwas versprochen hat. Das Sorgenwerfen ist ein Gebet, wo wir uns mehr auf Gottes Charakter und Fürsorge verlassen als auf eine spezifische Lösung.

Ich muss den Ausgang nicht wissen und kontrollieren. Ich muss nicht alles überschauen. Es langt, wenn Gott es überschaut. Er ist immer da und trägt mich durch alles durch. Er macht das rechtzeitig. Ich kann mich darauf verlassen.

Was es bedeutet, im Namen Jesu zu beten

Silhouette der Person, die die Hand hebt

Wenn man in einer multikulturellen Gemeinde von Christen ist, kann man interessante Studien betreiben. Im Laufe der Jahre sind mir beim Gebet so ein paar Unterschiede aufgefallen. Amerikaner sagen oft am Schluss: „In the name of Jesus“ oder „In your name we pray“. Meine aramäischen Schwestern sagen am Schluss: „In deinem Namen, Herr Jesus Christus, habe ich gebetet.“ Die meisten Deutschen, vor allem die mit brüdergemeindlichem Hintergrund, sagen gar nichts dergleichen. Das sind so Prägungen, die wir mehr oder weniger unbesehen übernehmen. Ist das wichtig? Um was geht es dabei?

Wir wollen mal schauen, was Jesus selbst dazu gesagt hat. Wir lesen Johannes 16, 22-28. Die Kreuzigung steht nahe bevor, und Jesus gibt seinen Jüngern Anweisungen für die Zeit, wo er nicht bei ihnen sein wird.

Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch. Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei! Dies habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen, sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde. An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

Bis jetzt hatten die Jünger immer mit Jesus persönlich reden können. Wenn sie gebetet haben, dann zum Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den sie mit HERR ansprachen. Aber nun sagt ihnen Jesus, dass sie, wenn er nicht mehr bei ihnen ist, in seinem Namen zu seinem Vater beten sollen, und dass sie bekommen werden, worum sie bitten. Das ist ein ungeheuerliches Versprechen.

Was bedeutet es also, im Namen Jesu zu beten? Was meint Jesus damit?

Jesus war übrigens zur Zeit des Neuen Testaments ein ganz gewöhnlicher Name. Im Kolosserbrief ist sogar von einem anderen Jesus die Rede. Es kommt also nicht auf die Buchstabenkombination an, die ja auch in verschiedenen Sprachen verschieden ist, sondern dieser eine Jesus ist gemeint, Jesus, der Christus, der Sohn Gottes, der Erlöser, das Lamm Gottes. Hinter dem Namen steht das ganze Gewicht seiner Person, wer er ist und was er getan hat.

Wenn ich also im Namen Jesu bete, geht es um zwei Aspekte:

1. Die Zugangsberechtigung

2. Die Vollmacht

Wenn Jesus mir ans Herz legt, in seinem Namen zu beten, dann weil ich nicht in meinem eigenen Namen kommen kann. Ob ich nun die entsprechenden Worte an mein Gebet anhänge, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, auf was, oder besser, wen, ich mich verlasse, wenn ich bete. Mein Name ist bankrott. Der hat bei Gott einen negativen Schufa-Eintrag: Schulden ohne Ende. Damit ist nicht zu holen und nichts mehr zu kriegen. Trotzdem schickt Jesus uns ja hier regelrecht zu Gott. Und das geht nur auf einer Grundlage: Jesus hat meine Schulden bezahlt.

Im Alten Testament wohnte Gott im Tempel im Allerheiligsten. Davor war ein Vorhang. Einmal im Jahr durfte nur der Hohepriester, nachdem er zuvor ein Opfer für die eigenen Sünden und für die Sünden des Volkes gebracht hatte, da hinein und vor Gott treten. Drei der vier Evangelisten berichten uns, dass am Todestag Jesu dieser Vorhang von oben nach unten zerriss, d.h. Gott selbst hat ihn zerrissen und damit gesagt: Wenn du den Tod Jesu für dich annimmst, hast du freien Zutritt zu mir.

Hebräer 6,19 :Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang – das ist durch sein Fleisch –, und einen großen Priester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt ⟨und damit gereinigt⟩ vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.

Wir brauchen also als erstes den Zusammenbruch unserer Einbildung, dass wir Gott in unserem eigenen Namen irgendetwas zu offerieren hätten, wenn wir uns vielleicht bessern und mehr anstrengen, und zweitens diese volle Gewissheit, dass wir um Jesu willen, in seinem Namen, angenommen sind. Und wir sind nicht nur ein bisschen angenommen, so zur Not, so: Naja, gut, dann komm eben rein, ich geb auch dir elendem Wesen mal 5 Minuten. Sondern wenn wir im Namen Jesu kommen, wird uns dieselbe Liebe zuteil, die Gott für Jesus hat. Wir haben sein Ohr, so wie der Sohn sein Ohr hat. Wir sind bei ihm, dem Richter der Welt, dem verzehrenden Feuer, zuhause, wie Jesus, der Reine und Vollkommene, bei ihm ganz und gar zuhause ist. Wir haben eine Stimme bei Gott.

Jesus richtet uns im Auftrag des Vaters aus: Der Vater selbst hat euch lieb. Das Wort, das hier für Liebhaben steht, ist phileo. Es gibt ja im Griechischen zwei Worte für Liebe, agape und phileo. Allerdings stimmt nicht, was oft gesagt wird, dass agape immer die göttliche Liebe bezeichnet, und die Worte sind relativ austauschbar. Aber phileo hat so den Touch einer warmen Zuneigung. Man könnte es auch mit Gernhaben übersetzen. Gott liebt uns nicht nur, weil er sowieso die ganze Welt liebt. Er liebt uns ganz persönlich, weil wir zu Jesus gehören, so ein bisschen, wie ich meine Schwiegerkinder liebe, weil sie zu meinen Kindern gehören. Man könnte auch sagen: Gott mag dich. Du bist Familie. In Johannes 17,23 betet Jesus für seine Jünger zum Vater: … damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie (also die Jünger) geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Gott liebt uns nicht weniger als seinen Sohn, und er sehnt sich danach, dass wir zu ihm kommen. Das ist so unfassbar.

Wir müssen das nicht fühlen. Wir müssen das glauben, und wir sollen das bekennen. Weil wir Gottes Kinder sind, dürfen wir auch einfach mal so beim Vater reinstolpern und unser Herz ausschütten ohne große Vorrede. Aber ab und zu sag ich es auch mal, weil ich weiß, dass es ihn freut. Ich bin nicht so der Typ für Gebetsformeln, aber ich erinnere Gott und mich selbst immer mal gerne: Vater, ich komme, weil Jesus mich zu dir schickt. Sünder, der ich bin – und ich weiß noch nicht mal annähernd, was für ein Sünder ich bin! – würde ich es nie wagen, vor dich zu treten in meinem eigenen Namen, denn du bist viel zu heilig. Aber Jesus sagt, du selbst hast mich lieb, und du willst, dass ich komme. Und deswegen bin ich jetzt hier.

Dass wir so in die Gegenwart Gottes kommen dürfen ist ein riesiges Privileg. Es ermöglicht uns kleinen Menschen, mit der Macht Gottes zu connecten. Eine meiner Töchter hat mir vor ein paar Jahren mal zum Geburtstag ein kleines Plakat gemalt, wo sie alle möglichen lieben und wertschätzenden Dinge drauf geschrieben hat, wie ich in ihren Augen bin. Und dann stand da zwischen all diesen Dingen auch das Wort „unscheinbar“. Und da hat sie ja recht. Man wird im Alter auch noch mit jedem Jahr unscheinbarer. Aber dann erfüllt es mich umso mehr mit einer fast diebischen Freude, dass ich im Himmel gesehen und gehört werde und mehr Einfluss habe als alle Ungläubigen zusammen, die auf dieser Welt Rang und Namen haben. So sieht uns Gott, wenn wir im Namen Jesu kommen: Als Könige und Priester (Offenbarung 1,5).

Ihr Lieben, ich wünsche mir, dass das ganz tief in unser Bewusstsein eindringt und uns von innen heraus verwandelt. Der Apostel Paulus betet für die Epheser:

Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke (Epheser 1,18).

Das ist ein langer Satz, lest euch den mal in Ruhe durch und versucht den runterzubrechen, denn er betet um genau das, was wir brauchen. Es ist Gott wichtig, dass wir wissen, was wir haben und dementsprechend handeln.

Das war der erste Aspekt des Betens im Namen Jesu: unsere Zugangsberechtigung.

Nun fällt es auf, dass wir eine Erhörungsgarantie bekommen, wenn wir im Namen Jesu beten, und das hat mich viele Jahre verwirrt, weil es eben nicht meine Erfahrung ist, dass alle meine Gebete erhört werden, und ich will mir ja nicht selbst was vormachen.

Bis mir irgendwann klar wurde, dass diese Vollmacht, die Jesus uns hier gibt, nur gilt, wenn wir auch in seinem Sinn beten. Nehmen wir mal an, einer kommt zu mir, sagt, er kommt im Namen von Doro, und ich solle ihm Heroin besorgen. Dann würde ich sagen: Lieber Freund, ich kenne die Doro, und nie würde sie dich mit so einem Ansinnen zu mir schicken. Das ist jetzt mal ein krasses Beispiel, aber was ich damit sagen will, ist: Im Namen Jesu kann ich nur um etwas beten, was Jesus auch will. Aber woher kann ich das wissen? Ich brauche dafür zwei Dinge:

1. Ich muss Jesus kennen und seinen Charakter und seine Art kennen.

2. Ich muss das ganze Wort Gottes kennen, damit ich einen ausgewogenen Blick dafür bekomme, was seine Gedanken und Absichten sind.

Im Vaterunser sehen wir, dass es Jesu höchstes und größtes Anliegen ist, dass der Vater geehrt wird: Geheiligt werde dein Name. Ist das auch in meinen Gebeten mein höchstes Anliegen? Vielleicht bete ich darum, dass ich schlechte Gewohnheiten überwinde, aber Gott, der mein tiefstes Herzensmotiv sieht, weiß, warum ich das will. Vielleicht suche ich durch gute Werke noch Selbstrechtfertigung oder will vor Menschen besser dastehen, will also eigentlich meinen Namen verherrlichen. Vielleicht will ich nicht so ein armer Gnadenempfänger sein, sondern arbeite wie verrückt an mir selbst, um besser zu werden. Ihr merkt schon: Das geht tief. Und wenn wir beten und Gott uns nicht sofort erhört, dann will er auch, dass wir rückfragen, warum. Dann müssen wir dranbleiben, bis wir die richtigen Motive haben, bis sich die Dinge in unserem Herzen klären. So ist Gebet auch ein Weg, auf dem Gott uns erzieht, wenn wir nicht aufgeben. Aber, kleine Warnung am Rande: Gott hat Zeit. Es beeindruckt mich auch in der Bibel immer wieder, wieviel Zeit er hat. Aber er verliert sein Ziel nie aus den Augen und kommt immer rechtzeitig.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe. Wir wissen, was es für Jesus bedeutet hat, so etwas zu beten. Aber für ihn waren die Prioritäten klar, auch wenn das hieß: Nicht mein Wille, sondern deiner. Gebete, die erhört werden, gehen vielleicht auf unsere Kosten. Sind wir damit einverstanden? Wollen wir trotzdem in seinem Sinne beten?

Ich kann jetzt nicht durch das ganze Vaterunser gehen, das würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Ich will euch nur mal einen Geschmack geben, wie wir beten sollen, was im Sinn von Jesus ist. Wir lernen es durch Forschen in der Bibel, vor allem auch, indem man beobachtet, wie Jesus, die Apostel und die frühe Gemeinde beten. Ich kann es euch nur ans Herz legen, mal die Gebete der Bibel zu studieren. Man erkennt dann, dass es da gar nicht so sehr um das persönliche Befinden geht. Man kann da sehr viel draus lernen. Aber Beten lernt man letztlich auch durch Beten, durch positive Erfahrungen wie Erhörungen, aber auch durch negative, wenn Gott Bitten ablehnt.

Wir wollen uns die Verheißung vor Augen halten. Wenn wir im Namen, d.h. auch im Sinne von Jesus beten, wird Gott uns erhören! Wir, die Unscheinbaren, können dazu beitragen, dass sein Reich kommt und sein Wille geschieht, wenn wir in enger Gemeinschaft mit ihm leben, ihn immer besser kennenlernen und seinen Interessen die höchste Priorität einräumen. Letzten Endes braucht Gott unsere Gebete nicht. Er kann alles tun, was er will. Aber er möchte uns diese Möglichkeit einräumen, beteiligt zu sein. Im Alten Testament sagt Gott einmal: „Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will?“ (1. Mo 18,17). Im Neuen Testament sagt Jakobus dann, dass Abraham Gottes Freund genannt wurde. Und Jesus sagt zu seinen Jüngern:  Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe (Johannes 15,15).

Das höchste Privileg, das ein Mensch haben kann – Gottes Freund zu sein – hat auch eine hohe Verantwortung. Du kannst dann nicht mehr vor dich hindümpeln wie Otto Normalverbraucher.

Aber, damit wir uns jetzt nicht missverstehen: Es geht nicht um fromme Leistungen, nicht um soundso viele Stunden Gebet am Tag oder etwas in der Art. Jemand hat mich mal gefragt, wie lange ich am Tag bete. Ich weiß es nicht, ich habe eine Flatrate. Dann braucht man die Minuten nicht mehr zu zählen. Dieses Denken ist auch gefährlich, weil es zum Vergleichen führt. Betest du weniger als der, den du das fragst, wirst du deprimiert und fühlst dich ungenügend. Betest du mehr, kannst du dir auf die geistliche Schulter klopfen. Wofür soll das gut sein? Jesus ist selbst unser Vorbild. Er war immer in Gemeinschaft mit dem Vater, aber er hatte auch oft so viel zu tun, dass er und die Jünger noch nicht mal zum Essen kamen. Zuweilen sind ihm die Leute auf Schritt und Tritt gefolgt. Allen Müttern kommt das wahrscheinlich bekannt vor. Manchmal kann man noch nicht mal allein aufs Klo gehen. Das Leben hat verschiedene Phasen, und Gott weiß das auch.

Gemeinschaft mit Gott im Alltag kann man üben. Und zu gewissen Zeiten und Anlässen brauchte auch Jesus mal so dringend ein spezielles ausführliches Gespräch mit Gott, dass er sich die Zeit rausgehauen hat, manchmal auch nachts. Wenn du in der Gemeinschaft mit Gott lebst und dieses Bedürfnis hast nach einer ausführlichen Audienz bei deinem Vater im Himmel, dann bitte ihn, dass er dir einen Weg und eine Gelegenheit gibt, und er wird es gerne tun. Denn: Der Vater selbst hat euch lieb!

Corona-Test

Keine Angst, ich lass mich hier nicht über Sinn und Unsinn von Corona-Tests aus – davon verstehe ich nämlich nichts.

Mir geht es weniger um den Test auf Corona, sondern um den Test durch Corona, oder besser gesagt, durch diese ganze Corona-Krise.

Was bringt der Krisentest aus mir hervor?

Zum Beispiel ….

  • Angst?
  • Wut?
  • Frustration?
  • Auflehnung?
  • Murren und Meckern?
  • Behauptungen über Dinge, von denen ich nicht wirklich Ahnung habe?
  • Stundenlanges Nachrichtenhören wie besessen?
  • Leichte (oder schwerere) Paranoia?
  • Niedergeschlagenheit?
  • Falsches Vertrauen auf Menschen und menschliche Lösungen?
  • Verleumden und Beschimpfen von Verantwortlichen?
  • Faulheit?
  • Aufgeben?

Nicht alles, aber einiges davon hat sich leider bei mir gezeigt.

Was wäre denn sozusagen ein gutes christliches Testergebnis?

  • Wenn wir uns um nichts sorgen, sondern unsere Anliegen vor Gott bringen mit Bitten, Flehen und Danken und sein Friede unsere Herzen und Gedanken bewahrt. Philipper4,7
  • Wenn wir nicht murren, sondern leuchten. Philipper 2,14—15
  • Wenn wir beten für alle Menschen und besonders für die in verantwortlicher Stellung. 1.Timotheus 2,1—2
  • Wenn wir jedem gegenüber respektvoll sind, auch gegenüber denen, die eine andere Sichtweise haben. 1.Petrus 2,17
  • Wenn wir nicht aufhören, einander zu ermutigen und Gemeinschaft zu pflegen und dazu alle vorhandenen Möglichkeiten nutzen. Hebräer 3,13 und 10,23-25
  • Wenn wir unsere – persönlichen und kollektiven – Sünden anerkennen und wie Daniel Buße tun für unser Volk. Daniel 9,4ff
  • Wenn wir auf den Herrn allein vertrauen. Jeremia 17,7.8
  • Wenn unser Herz befestigt und geduldig ist in der Gewissheit, dass der Herr selbst der Ausgang der Geschichte ist. Jakobus 5, 8

Geben wir Corona nicht die Chance, uns zu murrenden, ungeduldigen oder freudlosen und geistlich trägen Wesen zu machen! Werfen wir unser Vertrauen, unsere Dankbarkeit und unseren Eifer für das Gute nicht weg!

Tipps fürs innere Gleichgewicht (3)

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Es kommt nicht mehr so oft vor wie früher, aber ab und zu bin ich auch mal so richtig durcheinander. Das kann viele Gründe haben: Entscheidungen, die man ins Ungewisse treffen muss, Unsicherheit, ob man in einer Situation richtig gehandelt oder geredet hat, Stress in Beziehungen, Enttäuschungen, Ängste, zerschlagene Pläne, Flashbacks von schmerzhaften Erlebnissen … jeder von uns kennt seine eigenen Trigger, die plötzlich die endlose, fruchtlos kreisende innere Diskussion im Kopf lostreten, deren man nicht mehr Herr wird.

Was kann man da tun?

Für mich hat sich nur eins bewährt: Gott das Herz auszuschütten. Damit meine ich kein kurzes Stoßgebet (das hat auch seinen Platz) , auch kein vorformuliertes Gebet aus einem Gebetbuch, sondern ein ganz persönliches und gründliches Ausbreiten des Problems vor Gott, wo nichts zurückgehalten wird, weder Gefühle noch Gedanken noch Fragen noch die Schuld, die mich vielleicht drückt. Es muss alles zur Sprache kommen – Gott will es hören. Tränen sind okay. Es ist gut, wenn irgend möglich, laut zu beten. Wenn das nicht geht, dann betet man vielleicht wie Hanna in der Bibel, die nur ihre Lippen bewegte. . Aber du musst dir sicher sein, dass du nicht nur Gedanken hin- und herschiebst, sondern wirklich mit Gott sprichst.

Ich schütte meine Klage vor ihm aus und verkünde meine Not vor ihm.Wenn mein Geist in mir verzagt ist, so kennst du doch meinen Pfad … Psalm 142,3

Und dann wird er antworten. Dafür musst du nicht “in dich hineinlauschen”. Du musst es nur im Glauben annehmen, dass er sich drum kümmern wird. Vielleicht werden dir gleich Dinge klar, vielleicht erfährst du die Antwort durch eine Predigt oder beim Lesen in Gottes Wort oder durch ein seelsorgerliches Gespräch, vielleicht durch praktische Lösungen, die sich plötzlich auftun. Es gibt auch Antworten, die Jahre brauchen, weil unser Herz dafür noch nicht bereit ist, weil wir noch mehr Selbst- und Sündenerkenntnis brauchen, weil wir noch falsche Haltungen ablegen müssen, weil uns noch Erkenntnis fehlt. Aber Gott wird die Sache in die Hand nehmen und das alles in die Wege leiten. Du darfst nach diesem Ausschütten des Herzens in Frieden weggehen wie ein Kind, das dem Papa das kaputte Spielzeug oder die verknotete Schnur gebracht hat und weiß: Er kümmert sich drum. Er kann das reparieren.Er kann die Knoten entwirren. Ich kann ihm vertrauen. Und du kannst davonhüpfen, frei und unbelastet.

Und dann denkst du nur: Warum habe ich das nicht gleich gemacht?

Wofür beten – in der Corona-Krise

archeHerr, wir wissen, dass kein Unglück geschieht, das du nicht genehmigt hast. Wir bekennen, dass wir es verdient haben. Unsere Welt hat dich und dein Wort verworfen. In unserem Stolz und unserer Auflehnung haben wir alle deine Ordnungen über den Haufen geworfen. Wir selbst wollen bestimmen über unser Leben und über unser Sterben. Wir selbst wollen bestimmen, was Geschlecht und was Ehe ist. Wir stimmen als Gesellschaft der Tötung von Tausendenden von Ungeborenen zu und denken immer noch, wir seien gute, fortschrittliche Menschen. Wir machen unsere Pläne ohne dich. Unsere Herzen sind voller Unzucht und Habsucht. Wir sind nie zufrieden mit dem, was du uns zuteilst.

Vor allem haben wir dich nicht geliebt und geehrt mit unserem ganzen Herzen, mit unserem ganzen Verstand, mit unserer ganzen Kraft. Wir ehren uns selbst, beten den Konsum und die Sicherheit an und das, was wir für unsere Freiheit halten. Jetzt wirfst du alle unsere Götzen über den Haufen und zeigst uns, dass wir Staub sind.

Du tust das nicht, weil du Spaß daran hast, uns leiden zu sehen. In deiner Gnade rüttelst du uns wach. In deiner Gnade willst du uns zur Buße führen. Herr, vergib! Wenn wir unsere Sünden bekennen, reinige uns durch das Blut deines Sohnes, den du als Retter der Welt gesandt hast. Hilf uns, von ganzem Herzen zu dir umzukehren.

Schenk unseren Verantwortlichen, dass sie dich suchen und deine Weisheit und deinen Rat finden in ihrer Ratlosigkeit.  In deinem berechtigten Zorn lass dein Erbarmen überhand nehmen und sei uns gnädig. Hilf uns, einzeln und gemeinsam, einen Neustart zu machen mit dir.

Hilf uns als deiner Gemeinde, dass wir die Menschen genug lieben, um ihnen die Wahrheit zu sagen. Hilf uns, uns nicht zu fürchten. Erfülle uns mit deinem Frieden. Verwandle uns durch die Nöte, durch die wir gehen, immer mehr in das Bild deines Sohnes, und richte uns aus auf deine Zukunft.