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Zwei Opfer und ein Mord: Kain und Abel

Manche Geschichten in der Bibel beunruhigen uns wegen dem, was sie nicht erzählen. Im Fall von Kain und Abel bewegt uns die Frage: Warum nahm Gott das Opfer von Abel an, aber das von Kain nicht?

Die Welt war noch jung und das Wissen um Gott noch frisch, als diese beiden geboren wurden. Als Kain zur Welt kam, scheint Eva vor Stolz und Optimismus fast zu platzen: “Ich habe einen Mann erworben mit dem Herrn!” Dieser Junge, fand sie, war eine tolle Errungenschaft – Kain bedeutet: Erworbenes, Gewinn. Und dann kommt Nummer Zwei, und sie nennt ihn Abel: Hauch, Nichtigkeit. War er vielleicht klein und schwächlich?  Oder hat sich ihre Perspektive zwischenzeitlich verändert? Wir wissen es nicht. Fest steht, sie hat diese Namen nicht aus dem Buch der schönsten Vornamen ausgewählt, sondern sie wollte damit etwas aussagen über ihre Kinder. Kannst du dir vorstellen, wie sie sie zu Tisch rief? “He, Gewinn und Nichtigkeit, kommt rein! Das Essen ist fertig!” Ob diese Namen nicht ihre Beziehung zueinander und ihr Bild von sich selbst prägten?

Sie schlugen verschiedene Laufbahnen ein: Kain als Ackerbauer und Abel als Schafhirte. ich habe mich gefragt, warum jemand Schafe züchtete zu einer Zeit, als noch gar kein Fleisch gegessen wurde, denn wenn ich es recht verstehe, wurde Fleisch als Nahrung erst nach der Sintflut eingeführt. Vermutlich dienten die Tiere also nur als Milchquelle und lieferten Felle oder Wolle zur Bekleidung. Der Sündenfall hatte die Scham mit sich gebracht und die Notwendigkeit, für Bedeckung zu sorgen. Abels Schafe waren eine Erinnerung daran. Natürlich wurde auch Kain immer wieder an die große Katastrophe erinnert, wenn er sich mit Disteln und Dornen abplagte, aber er überwand sie durch die Kraft seiner Arme und trotzte dem Erdboden die Feldfrucht ab.

Beiden Brüdern  war Gott nicht egal, und sie sehnten sich nach seinem Wohlgefallen. Deshalb brachten sie auch beide ein Opfer. Kain brachte Gott etwas dar von dem, was er angebaut hatte, und Abel nahm etwas von den Erstgeborenen seiner Herde und schlachtete es für Gott. Wie sie auf die Idee kamen, so etwas zu tun, wird uns nicht gesagt; es scheint irgendwie im Menschen drin zu stecken, durch ein Opfer mit Gott in Beziehung zu treten. Und nun steht im Hebräerbrief (11,4): Durch den Glauben brachte Abel Gott ein besseres Opfer dar als Kain. Gott nahm Abels Opfer an, um zu zeigen, dass er in seinen Augen gerecht gesprochen war. Im Umkehrschluss heißt das: Kain brachte sein Opfer nicht durch Glauben dar! Aber er glaubte doch, oder bringen etwa Ungläubige Opfer für Gott?! Es scheint also zwei Arten Glauben zu geben! Und es scheint Opfer zu geben, die Gott akzeptiert, und solche, die er nicht akzeptiert. Dem einen Opfernden sagt Gott: Ich nehme dich an, du bist vor mir gerecht! und dem anderen zeigt er die kalte Schulter. Dabei hat der so hart dafür gearbeitet!

Was war das denn für ein Glaube, durch den Abel das bessere Opfer brachte? Glaube ist das feste Vertrauen auf Gottes Versprechen, obwohl man nichts davon sieht. Die Glaubens-Menschen, von denen im 11. Kapitel des Hebräerbriefs die Rede ist, kennen den unsichtbaren Gott. Sie rechnen mit seinen Zusagen und bauen ihr ganzes Leben darauf. Welche Zusage von Gott kannte Abel denn überhaupt? Wohl doch die, die Gott seinen Eltern gegeben hatte: Dass ein Erlöser kommen sollte, der die Schlange überwinden würde! Wer das glaubt, erkennt an, dass er einen Erlöser braucht, dass er sonst verloren ist, und Abel, der nichtige Hauch, hatte damit kein Problem. Er kam zu Gott als ein  versöhnungsbedürftiger Sünder und empfing Gnade. Denn das ist Gottes “Grundgesetz”: „Gott widersetzt sich den Hochmütigen, nur den Demütigen erweist er Gnade“ (1. Petrus 5,5) . Obwohl das nicht ausdrücklich so gesagt wird, kann man annehmen, dass Abel durch diesen Glauben auch die Einsicht gewann, dass nur ein Schlachtopfer ihm Zugang zu Gott geben konnte, denn ohne Blutvergießen gibt es keine Vergebung (Hebräer 10,22).

Nun wurde Kain aber zornig! Wenn einer unverdient Gnade empfängt, während der, der sich abmüht, leer ausgeht – das ist schwer zu verkraften. Kain ist da nicht der Einzige – er kann  mit allen Pharisäern und Selbstgerechten dieser Welt einen Verein gründen. Gott sah die schwarze Lava in seinem Herzen aufsteigen, und in seiner Freundlichkeit versuchte er, ihn zur Einsicht und Umkehr zu bringen, aber Kain ignorierte ihn. Die Katastrophe nahm ihren Lauf: Er lockte seinen Bruder aufs Feld und erschlug ihn. Auch das hat sich seither vieltausendfach wiederholt. Wer auf Gottes Ermahnung zur Umkehr nicht hört, dessen Herz wird hart und härter, bis er Dinge tut, die man nicht mehr ungeschehen machen kann.

Gott lässt den Mord zu, wie er auch den Mord an Seinem Sohn zuließ und wie er die Verfolgung von Christen in Vergangenheit und Gegenwart nicht verhindert hat. Aber während Abels Blut Kain vor Gott anklagte, bewirkt Jesu Blut Vergebung für alle, die ihre Bedürftigkeit demütig zugeben können.

Bist du Kain oder Abel?

Im Hebräerbrief unterwegs (5): Jesus, der geeignete Mittler

Ich habe die Diagnose “unwissend, irrend und schwach” (5,2).  Wie soll so ein verirrtes Wesen wie ich Kontakt aufnehmen zu einem heiligen und vollkommenen Gott? Ich brauche einen Fürsprecher und Vermittler, jemanden, der meine Lage versteht.

Im Alten Testament gab es dafür den Hohenpriester. Er war selber ein Mensch, und wusste, wie es Menschen geht. Er war sogar selber ein Sünder. Ehe er ein Opfer für die anderen bringen konnte, war erst mal eins für ihn selbst fällig, um ihn mit Gott ins Reine zu bringen.

Jesus, der Sohn Gottes, war vollkommen Mensch. Er war schwach. Er hatte Angst. Er weinte und schrie vor Seelenschmerz. Er machte sich von Gott abhängig. Er litt, aber er gehorchte. Er kostete die ganze Palette von Versuchungen und Leiden aus – ohne jemals zu sündigen. Deshalb kann er ohne Weiteres in die Gegenwart Gottes treten – er braucht kein Opfer, um sich zu reinigen.

Darum hat Gott ihn für mich als Hohenpriester eingesetzt, als Mittler zwischen mir und ihm. Er ist der Einzige im Himmel und auf Erden, der dafür qualifiziert ist. Er kann das Opfer bringen, das mein Gewissen reinigt, so dass ich unbeschwert zu Gott kommen kann. Ich darf mich auf ihn berufen, und muss nicht befürchten, abgewiesen zu werden, denn er ist bei Gott völlig akzeptiert.

Und deswegen bin ich ein glücklicher Mensch.

Predigt-Nachlese: Vom Verfolger zum Verfechter

Predigttext: Apostelgeschichte 9,1-22

Wenn Saulus irgendetwas hasste, dann diese Anhänger des Jesus-Weges! Sie waren Ketzer und mussten verschwinden! Das war sein Lebenszweck, mit dem er meinte, Gott zu dienen. Wie ein wildes Tier wütete er gegen die junge Gemeinde, spürte die Gläubigen auf, bedrohte sie, zwang sie, Jesus abzusagen, und setzte sich dafür ein, dass sie der Todesstrafe zugeführt wurden. Auch bei Stephanus hatte er für die Hinrichtung gestimmt und der Steinigung beigewohnt. Aber tief in seinem Herzen mag ihn dieser triumphale Tod doch beeindruckt haben. Hatte dieser Mann wirklich den Himmel offen gesehen? War vielleicht doch etwas dran an diesem Jesus, dass Menschen bereit waren, dafür ihr Leben zu geben? Hatten sie nicht Frieden, während in seinem eigenen Herzen der Hass tobte? Aber wenn ihm je Zweifel kamen an der Richtigkeit seines Tuns, so unterdrückte er sie mit aller Macht.

Er war klug und religiös sehr gebildet. Gamaliel, bei dem er sein theologisches Wissen erworben hatte, war eine anerkannte Kapazität auf dem Gebiet der Schriftgelehrtheit. Er konnte mit Sicherheit viel Passagen des Alten Testamentes auswendig. Unter den Pharisäern ragte er heraus mit seiner Hingabe an das Gesetz. Nun war er mit einer Vollmacht des Hohen Priesters unterwegs nach Damaskus, um dort in den Synagogen die Jesusjünger aufzuspüren, zu verhaften und nach Jerusalem zu bringen. Die Bevölkerung von Damaskus bestand zu etwa 12% aus Juden, und die aus Jerusalem vertriebenen Christen hatten ihnen das Evangelium gebracht, das sich jetzt auch dort ausbreitete.

Als treuer Jude sehnte er sich nach dem Messias, aber für ihn stand fest, dass dieser Jesus das nicht sein konnte. Es gab keinen Ansatzpunkt in seinem Leben dafür, dass er seine Meinung jemals ändern könnte. Doch nun ergreift Gott selbst die Initiative. Mitten in der Reisegruppe, die zur Ausrottung der Sache Jesu unterwegs ist, fast schon am Ziel, umstrahlt ihn ein Licht, und er wird zu Boden geworfen, und Jesus fragt ihn: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Seine Weggenossen merken zwar, dass sich da etwas Außergewöhnliches und Übernatürliches abspielt, aber was genau, das kriegen sie nicht mit. Als Saulus aufsteht, ist er blind und muss geführt werden.

Er hat Jesus, das Licht der Welt, gesehen, das Licht, das ihm, gemäß der Lehre der Rabbiner, schon aus 1. Mose 1 als der verheißene Messias bekannt war, genau den, den Stephanus auch geschaut hat, als sich der Himmel über ihm öffnete. Und er hat die erste Begegnung mit der Wahrheit, die er später wie kein anderer verkündigen sollte: Dass der Auferstandene eins ist mit seiner Gemeinde – er ist das Haupt, und sie ist sein Leib. Sie hat teil an seinen Leiden, und was ihr angetan wird, gilt eigentlich ihm.

Er ist drei Tage blind, konfrontiert mit der Wahrheit über Jesus – und seiner eigenen Finsternis. Sein ganzes Leben ist zusammengebrochen; was er für gut hielt, und worauf er seine Rechtfertigung vor Gott gründete, war nichts  als Dreck und ein furchtbares Missverständnis. Er hat den falschen Kampf gekämpft- nicht nur war alles nichts wert, sondern er erweist sich als Feind des Gottes, dem er zu dienen glaubte.

Er betet, er bereut, er fleht um Gnade. Und Jesus schickt ihm Hananias, der einige Erklärungen braucht, bis er versteht, was da geschehen ist mit seinem Todfeind. “Geh nur hin! Denn gerade ihn habe ich als Werkzeug für mich ausgewählt. Er soll meinen Namen bei Nichtjuden und ihren Königen genauso bekannt machen wie bei den Israeliten.  Ich werde ihm zeigen, wie viel er nun für meinen Namen leiden muss.“

Was muss es für Saulus bedeutet haben, als dieser Mann zu ihm kam und zu ihm sagte: “Saul, mein Bruder! Der Herr hat mich geschickt – Jesus, der dir auf dem Weg hierher erschienen ist. Du sollst wieder sehen können und mit dem Heiligen Geist erfüllt werden.“ In diesen Worten und dem Auflegen der Hände durch Hananias zeigt sich ihm die ganze Vergebung Gottes. Er wird aufgenommen in die Gemeinschaft der Heiligen, die er hatte umbringen wollen.  Er erhält sein Augenlicht zurück und lässt sich taufen.

Die tiefe Erfahrung der Gnade, die sich ihm völlig grundlos zugewendet hat trotz seiner großen Schuld, lässt ihn sofort zu einem Verkündiger und Verfechter dieses wunderbaren Evangeliums werden. Jetzt kann er brauchen, was er gelernt hat. Nicht nur äußerlich sieht er wieder, vor allem erkennen seine Herzensaugen nun im ganzen Alten Testament Jesus als den Messias, und alles fügt sich zu einem schlüssigen Bild zusammen. Jetzt kann er seinen jüdischen Brüdern beweisen, dass Jesus der Christus ist. Jesus ist das Zentrum seines Lebens geworden, sein Herr, dessen Willen er tun will, der Inhalt seiner Verkündigung, die Offenbarung Gottes: Denn der Gott, der einst aus der Finsternis Licht leuchten ließ, hat das Licht auch in unseren Herzen aufstrahlen und uns die Herrlichkeit Gottes im Angesicht von Jesus Christus erkennen lassen. (1.Korinther 4,6)

Querbeet am 22.2.2014

Es gibt wieder einmal ein paar gute Artikel auf anderen Blogs, die ich gerne weiterempfehlen möchte. Zwei davon sind von Danny Fröse. Sie kreisen um die Themen Leid und Souveränität Gottes und ihren inhaltlichen Zusammenhang. Im ersten präsentiert er 5 Gründe, warum Gott uns durch Leiderfahrungen gehen lässt, und setzt sie gegen die Aussage, die man immer wieder hört: “Gott will, dass es dir gut geht.” Der 2. beschäftigt sich mit der Frage nach der Auswirkung des Glaubens an die Souveränität Gottes auf unser Leben: Welchen Halt ich in der Souveränität Gottes finde.

Viktor Janke hat sich in mehreren Artikeln mit Psalm 1 beschäftigt und Lieder und Gedanken dazu gesammelt. Er sagt: „Psalm 1 ist unter Christen ziemlich bekannt: ´Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen…` Auch das Bild vom fruchtbaren Baum, der an den Wasserbächen steht, müssten die meisten kennen. Doch allzugern wird die Trennung, die sich durch den ganzen Psalm durchzieht, übersehen.“

Vom Umgang mit der eigenen Demenz – diese Beobachtung eines gesetzlichen Betreuers kommt nicht unbedingt aus einer christlichen Perspektive, aber wirft doch Licht auf eine Frage, die mich schon oft beschäftigt hat: Hat unser Charakter noch Einfluss auf uns, wenn unser Gehirn nicht mehr normal funktioniert? Kann man sich als Christ auf solche Situationen vorbereiten, damit man  seinem Herrn dann keine Schande macht? Man findet hier keine Antwort, aber vielleicht einen Gedankenanstoß.

Ein anderes Thema, über das ich auch schon oft nachgedacht habe, spricht Tim Challies an (englisch): Flawed heroes and virtous villains. Wir beobachten es an uns selbst und an anderen, dass wir uns nicht so in schwarz/weiß einteilen können, wie wir das gerne hätten, dass wir oft gleichzeitig nützen und schaden, den Herrn verstehen und missverstehen, Heilige und Sünder sind. Realistisch, aber nicht leicht zu verdauen….

Warum ich ein Gebäude bin: Hier hat jemand sich ein paar praktische Gedanken gemacht darüber, was es für Konsequenzen hat, der Tempel Gottes zu sein.

Härte und Güte

In unsrer Bibelstunde sind wir seit einiger Zeit in den Samuel-Büchern und damit im Leben Davids unterwegs.

Gottes Handeln an David stellt vieles auf den Kopf, was man sich so unter einem gütigen und gnädigen Gott vorstellt, und doch ist es gerade David, der diese Güte immer wieder in seinen Liedern besingt.

Gott vergibt David eine große Schuld – ganz und komplett. Ihre gestörte Beziehung wird geheilt und ist innig, als sei nie etwas gewesen. Doch lässt er ihn mit großer Härte die Konsequenzen seiner Sünde erfahren. Er droht es ihm an, und er führt es auch aus. Davids Leben wird nie wieder richtig gut. Zwar erlebt er Gottes Hilfe wieder und wieder, aber genauso wird sein Herz an der empfindlichen Stelle der engsten Beziehungen ständig gebrochen. Wie passt das zusammen? Warum tut Gott das, wenn er doch vergeben hat? Wenn er Davids Sünde vergessen und in die Tiefe des Meeres geworfen hat – warum muss er David dann dauernd daran erinnern? Warum muss David die ganze Misere auskosten, die er angerichtet hat?

Unser Problem ist, dass wir eine falsche Vorstellung von Liebe haben. Wir denken, Gott hat so eine Affenliebe zu uns wie wir selbst zu unseren Kindern, denen wir gern jeden Stein aus dem Weg räumen würden.

Als ich vor 16 Jahren meine Arbeit unter geistig behinderten Menschen begann, musste ich als erstes lernen, nicht zu helfen. Ich kam mit der Vorstellung, dass man diesen armen Menschen doch alles durchgehen lassen und sie von hinten bis vorne bedienen müsse. Glücklicherweise habe ich Kollegen, die begnadete Erzieher sind, und die mir vormachten, wie es geht: herzliche Beziehung, ein Förderplan und unerbittliche Konsequenz. Meine anfänglichen Zweifel wurden überwunden, als ich die Erfolge bei Menschen sah, die alle anderen aufgegeben hatten. Ich verstand: Liebe ist nicht unbedingt “lieb sein”. Liebe ist, für den anderen ein gutes Ziel haben und dafür sogar mal das eigene Harmoniebedürfnis hintenan zu stellen. Natürlich ist dieses unser berufliches Handeln menschlich, unvollkommen und mit Gottes Liebe gar nicht zu vergleichen, aber gewisse Parallelen gibt es doch.

Bewirken denn die Konsequenzen der Sünde irgendetwas Zielführendes in unserem Leben? Bei mir schon. Sie halten alles in der richtigen Proportion: Gott groß, mich klein. Nur mit der richtigen Sicht kann man richtig leben.

  • Sie halten mich auf dem Boden der Tatsachen. Wann immer es mir zu Kopf steigen will,  mit Gott befreundet zu sein, erinnern sie mich daran, dass das nicht daran liegt, dass ich so eine tolle Type bin.
  • Sie halten mich abhängig von Gott, weil ich damit allein nicht zurecht kommen kann.
  • Sie treiben mir jeden Gedanken aus, dass  Gnade ein Rechtsanspruch sein könnte.
  • Sie helfen mir, Gott mehr zu lieben als seine Gaben.
  • Sie verhindern, dass für die Menschen um mich herum das Bild Gottes verdunkelt wird, oder dass sie ihn aus den falschen Motiven suchen.
  • Sie halten mich in der Gemeinschaft der Glaubenden demütig und transparent und offensichtlich hilfsbedürftig. Sie befreien mich von allem geistlichen Elite-Denken.
  • Sie machen die barmherzige Hilfe Gottes um so herrlicher.

Wahrscheinlich bewirken sie noch viel mehr als das, was mir jetzt so einfällt. Was sie nicht tun: Sie beeinträchtigen oder verhindern unsere Beziehung zu Gott nicht. Mitten in seinem Erziehungshandeln lässt er uns seine tiefe Liebe spüren, seine Hilfe zukommen, offenbart uns sein Herz, baut mit uns eine immer engere Beziehung.

Was für ein Gott!