Wer backt, weiß es: Ein bisschen Sauerteig kann eine große Schüssel Teig ganz durchsäuern – man braucht nur lange genug zu warten. Je nach Temperatur geht es schneller oder braucht länger, aber es passiert.
Was beim sachkundigen Brotbacken meist ein erwünschter Effekt ist, kann auch nachteilig sein, wenn man diese Durchsäuerung nicht will, wie zum Beispiel beim jüdischen Passah, wo das Brot ungesäuert sein musste. Deswegen ist Sauerteig in der Bibel oft ein Bild für einen schlechten Einfluss mit starker Tendenz zur Ausbreitung.
Mir ist aufgefallen, dass dabei von zwei Sorten Sauerteig die Rede ist, die auf den ersten Blick sehr gegensätzlich aussehen. Die eine verkleidet sich als christliche Freiheit, die andere als besondere Heiligkeit. Aber beide Sorten sind gleich gefährlich. Wenn sie sich ausbreiten, wird in beiden Fällen das Evangelium vom Kreuz verdunkelt und überflüssig, und die wahre Freiheit in Christus wird nicht erfahren.
Es besteht immer die Gefahr zu meinen, man könnte das eine Übel mit dem anderen kurieren, aber nichts könnte falscher sein. Weder Gesetzlosigkeit noch Gesetzlichkeit löst unser Problem, sondern nur das Vertrauen auf Jesu Tod und Auferstehung und das neue Leben im Heiligen Geist.
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Normalisierung von Sünde, falsches Verständnis von Freiheit (1.Korinther 5,6) |
Gesetzlichkeit und geistliche Sklaverei (Galater 5,9) |
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Folgen: Stolz und falsche Sorglosigkeit, falsche Heilsgewissheit |
Folgen: Verwirrung und Beunruhigung, Verlust der Heilsgewissheit |
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Diagnose: „Täuscht euch nicht: Menschen, die in sexueller Unmoral leben, die Götzen anbeten, die Ehebrecher sind oder Homosexualität praktizieren, auch Diebe oder Habsüchtige, Trinker, Lästerer oder Räuber werden keinen Platz im Reich Gottes haben.“ 1.Kor. 6,9 (NEÜ) |
Diagnose: „Wenn ihr durch das Gesetz vor Gott bestehen wollt, habt ihr euch von Christus getrennt und die Gnade verloren.“ Galater 5,4 (NEÜ) |
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Gegenmittel: Buße und Reinigung. „Tut den Bösen von euch selbst hinaus!“ 1.Korinther 5,13 |
Gegenmittel: „Jetzt lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Und das Leben, das ich jetzt noch in meinem sterblichen Körper führe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich ausgeliefert hat.“ Galater 2,20 (NEÜ) |

