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Was es bedeutet, im Namen Jesu zu beten

Silhouette der Person, die die Hand hebt

Wenn man in einer multikulturellen Gemeinde von Christen ist, kann man interessante Studien betreiben. Im Laufe der Jahre sind mir beim Gebet so ein paar Unterschiede aufgefallen. Amerikaner sagen oft am Schluss: „In the name of Jesus“ oder „In your name we pray“. Meine aramäischen Schwestern sagen am Schluss: „In deinem Namen, Herr Jesus Christus, habe ich gebetet.“ Die meisten Deutschen, vor allem die mit brüdergemeindlichem Hintergrund, sagen gar nichts dergleichen. Das sind so Prägungen, die wir mehr oder weniger unbesehen übernehmen. Ist das wichtig? Um was geht es dabei?

Wir wollen mal schauen, was Jesus selbst dazu gesagt hat. Wir lesen Johannes 16, 22-28. Die Kreuzigung steht nahe bevor, und Jesus gibt seinen Jüngern Anweisungen für die Zeit, wo er nicht bei ihnen sein wird.

Auch ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude nimmt niemand von euch. Und an jenem Tag werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Was ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben. Bis jetzt habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, und ihr werdet empfangen, damit eure Freude völlig sei! Dies habe ich in Bildreden zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Bildreden zu euch sprechen, sondern euch offen von dem Vater verkündigen werde. An jenem Tag werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, dass ich den Vater für euch bitten werde; denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich geliebt und geglaubt habt, dass ich von Gott ausgegangen bin. Ich bin von dem Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wieder verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.

Bis jetzt hatten die Jünger immer mit Jesus persönlich reden können. Wenn sie gebetet haben, dann zum Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, den sie mit HERR ansprachen. Aber nun sagt ihnen Jesus, dass sie, wenn er nicht mehr bei ihnen ist, in seinem Namen zu seinem Vater beten sollen, und dass sie bekommen werden, worum sie bitten. Das ist ein ungeheuerliches Versprechen.

Was bedeutet es also, im Namen Jesu zu beten? Was meint Jesus damit?

Jesus war übrigens zur Zeit des Neuen Testaments ein ganz gewöhnlicher Name. Im Kolosserbrief ist sogar von einem anderen Jesus die Rede. Es kommt also nicht auf die Buchstabenkombination an, die ja auch in verschiedenen Sprachen verschieden ist, sondern dieser eine Jesus ist gemeint, Jesus, der Christus, der Sohn Gottes, der Erlöser, das Lamm Gottes. Hinter dem Namen steht das ganze Gewicht seiner Person, wer er ist und was er getan hat.

Wenn ich also im Namen Jesu bete, geht es um zwei Aspekte:

1. Die Zugangsberechtigung

2. Die Vollmacht

Wenn Jesus mir ans Herz legt, in seinem Namen zu beten, dann weil ich nicht in meinem eigenen Namen kommen kann. Ob ich nun die entsprechenden Worte an mein Gebet anhänge, ist nicht entscheidend. Entscheidend ist, auf was, oder besser, wen, ich mich verlasse, wenn ich bete. Mein Name ist bankrott. Der hat bei Gott einen negativen Schufa-Eintrag: Schulden ohne Ende. Damit ist nicht zu holen und nichts mehr zu kriegen. Trotzdem schickt Jesus uns ja hier regelrecht zu Gott. Und das geht nur auf einer Grundlage: Jesus hat meine Schulden bezahlt.

Im Alten Testament wohnte Gott im Tempel im Allerheiligsten. Davor war ein Vorhang. Einmal im Jahr durfte nur der Hohepriester, nachdem er zuvor ein Opfer für die eigenen Sünden und für die Sünden des Volkes gebracht hatte, da hinein und vor Gott treten. Drei der vier Evangelisten berichten uns, dass am Todestag Jesu dieser Vorhang von oben nach unten zerriss, d.h. Gott selbst hat ihn zerrissen und damit gesagt: Wenn du den Tod Jesu für dich annimmst, hast du freien Zutritt zu mir.

Hebräer 6,19 :Da wir nun, Brüder, durch das Blut Jesu Freimütigkeit haben zum Eintritt in das Heiligtum, den er uns eröffnet hat als einen neuen und lebendigen Weg durch den Vorhang – das ist durch sein Fleisch –, und einen großen Priester über das Haus Gottes, so lasst uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in voller Gewissheit des Glaubens, die Herzen besprengt ⟨und damit gereinigt⟩ vom bösen Gewissen und den Leib gewaschen mit reinem Wasser.

Wir brauchen also als erstes den Zusammenbruch unserer Einbildung, dass wir Gott in unserem eigenen Namen irgendetwas zu offerieren hätten, wenn wir uns vielleicht bessern und mehr anstrengen, und zweitens diese volle Gewissheit, dass wir um Jesu willen, in seinem Namen, angenommen sind. Und wir sind nicht nur ein bisschen angenommen, so zur Not, so: Naja, gut, dann komm eben rein, ich geb auch dir elendem Wesen mal 5 Minuten. Sondern wenn wir im Namen Jesu kommen, wird uns dieselbe Liebe zuteil, die Gott für Jesus hat. Wir haben sein Ohr, so wie der Sohn sein Ohr hat. Wir sind bei ihm, dem Richter der Welt, dem verzehrenden Feuer, zuhause, wie Jesus, der Reine und Vollkommene, bei ihm ganz und gar zuhause ist. Wir haben eine Stimme bei Gott.

Jesus richtet uns im Auftrag des Vaters aus: Der Vater selbst hat euch lieb. Das Wort, das hier für Liebhaben steht, ist phileo. Es gibt ja im Griechischen zwei Worte für Liebe, agape und phileo. Allerdings stimmt nicht, was oft gesagt wird, dass agape immer die göttliche Liebe bezeichnet, und die Worte sind relativ austauschbar. Aber phileo hat so den Touch einer warmen Zuneigung. Man könnte es auch mit Gernhaben übersetzen. Gott liebt uns nicht nur, weil er sowieso die ganze Welt liebt. Er liebt uns ganz persönlich, weil wir zu Jesus gehören, so ein bisschen, wie ich meine Schwiegerkinder liebe, weil sie zu meinen Kindern gehören. Man könnte auch sagen: Gott mag dich. Du bist Familie. In Johannes 17,23 betet Jesus für seine Jünger zum Vater: … damit die Welt erkenne, dass du mich gesandt und sie (also die Jünger) geliebt hast, wie du mich geliebt hast. Gott liebt uns nicht weniger als seinen Sohn, und er sehnt sich danach, dass wir zu ihm kommen. Das ist so unfassbar.

Wir müssen das nicht fühlen. Wir müssen das glauben, und wir sollen das bekennen. Weil wir Gottes Kinder sind, dürfen wir auch einfach mal so beim Vater reinstolpern und unser Herz ausschütten ohne große Vorrede. Aber ab und zu sag ich es auch mal, weil ich weiß, dass es ihn freut. Ich bin nicht so der Typ für Gebetsformeln, aber ich erinnere Gott und mich selbst immer mal gerne: Vater, ich komme, weil Jesus mich zu dir schickt. Sünder, der ich bin – und ich weiß noch nicht mal annähernd, was für ein Sünder ich bin! – würde ich es nie wagen, vor dich zu treten in meinem eigenen Namen, denn du bist viel zu heilig. Aber Jesus sagt, du selbst hast mich lieb, und du willst, dass ich komme. Und deswegen bin ich jetzt hier.

Dass wir so in die Gegenwart Gottes kommen dürfen ist ein riesiges Privileg. Es ermöglicht uns kleinen Menschen, mit der Macht Gottes zu connecten. Eine meiner Töchter hat mir vor ein paar Jahren mal zum Geburtstag ein kleines Plakat gemalt, wo sie alle möglichen lieben und wertschätzenden Dinge drauf geschrieben hat, wie ich in ihren Augen bin. Und dann stand da zwischen all diesen Dingen auch das Wort „unscheinbar“. Und da hat sie ja recht. Man wird im Alter auch noch mit jedem Jahr unscheinbarer. Aber dann erfüllt es mich umso mehr mit einer fast diebischen Freude, dass ich im Himmel gesehen und gehört werde und mehr Einfluss habe als alle Ungläubigen zusammen, die auf dieser Welt Rang und Namen haben. So sieht uns Gott, wenn wir im Namen Jesu kommen: Als Könige und Priester (Offenbarung 1,5).

Ihr Lieben, ich wünsche mir, dass das ganz tief in unser Bewusstsein eindringt und uns von innen heraus verwandelt. Der Apostel Paulus betet für die Epheser:

Er erleuchte die Augen eures Herzens, damit ihr wisst, was die Hoffnung seiner Berufung, was der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen und was die überragende Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, ist, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke (Epheser 1,18).

Das ist ein langer Satz, lest euch den mal in Ruhe durch und versucht den runterzubrechen, denn er betet um genau das, was wir brauchen. Es ist Gott wichtig, dass wir wissen, was wir haben und dementsprechend handeln.

Das war der erste Aspekt des Betens im Namen Jesu: unsere Zugangsberechtigung.

Nun fällt es auf, dass wir eine Erhörungsgarantie bekommen, wenn wir im Namen Jesu beten, und das hat mich viele Jahre verwirrt, weil es eben nicht meine Erfahrung ist, dass alle meine Gebete erhört werden, und ich will mir ja nicht selbst was vormachen.

Bis mir irgendwann klar wurde, dass diese Vollmacht, die Jesus uns hier gibt, nur gilt, wenn wir auch in seinem Sinn beten. Nehmen wir mal an, einer kommt zu mir, sagt, er kommt im Namen von Doro, und ich solle ihm Heroin besorgen. Dann würde ich sagen: Lieber Freund, ich kenne die Doro, und nie würde sie dich mit so einem Ansinnen zu mir schicken. Das ist jetzt mal ein krasses Beispiel, aber was ich damit sagen will, ist: Im Namen Jesu kann ich nur um etwas beten, was Jesus auch will. Aber woher kann ich das wissen? Ich brauche dafür zwei Dinge:

1. Ich muss Jesus kennen und seinen Charakter und seine Art kennen.

2. Ich muss das ganze Wort Gottes kennen, damit ich einen ausgewogenen Blick dafür bekomme, was seine Gedanken und Absichten sind.

Im Vaterunser sehen wir, dass es Jesu höchstes und größtes Anliegen ist, dass der Vater geehrt wird: Geheiligt werde dein Name. Ist das auch in meinen Gebeten mein höchstes Anliegen? Vielleicht bete ich darum, dass ich schlechte Gewohnheiten überwinde, aber Gott, der mein tiefstes Herzensmotiv sieht, weiß, warum ich das will. Vielleicht suche ich durch gute Werke noch Selbstrechtfertigung oder will vor Menschen besser dastehen, will also eigentlich meinen Namen verherrlichen. Vielleicht will ich nicht so ein armer Gnadenempfänger sein, sondern arbeite wie verrückt an mir selbst, um besser zu werden. Ihr merkt schon: Das geht tief. Und wenn wir beten und Gott uns nicht sofort erhört, dann will er auch, dass wir rückfragen, warum. Dann müssen wir dranbleiben, bis wir die richtigen Motive haben, bis sich die Dinge in unserem Herzen klären. So ist Gebet auch ein Weg, auf dem Gott uns erzieht, wenn wir nicht aufgeben. Aber, kleine Warnung am Rande: Gott hat Zeit. Es beeindruckt mich auch in der Bibel immer wieder, wieviel Zeit er hat. Aber er verliert sein Ziel nie aus den Augen und kommt immer rechtzeitig.

Dein Reich komme. Dein Wille geschehe. Wir wissen, was es für Jesus bedeutet hat, so etwas zu beten. Aber für ihn waren die Prioritäten klar, auch wenn das hieß: Nicht mein Wille, sondern deiner. Gebete, die erhört werden, gehen vielleicht auf unsere Kosten. Sind wir damit einverstanden? Wollen wir trotzdem in seinem Sinne beten?

Ich kann jetzt nicht durch das ganze Vaterunser gehen, das würde zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Ich will euch nur mal einen Geschmack geben, wie wir beten sollen, was im Sinn von Jesus ist. Wir lernen es durch Forschen in der Bibel, vor allem auch, indem man beobachtet, wie Jesus, die Apostel und die frühe Gemeinde beten. Ich kann es euch nur ans Herz legen, mal die Gebete der Bibel zu studieren. Man erkennt dann, dass es da gar nicht so sehr um das persönliche Befinden geht. Man kann da sehr viel draus lernen. Aber Beten lernt man letztlich auch durch Beten, durch positive Erfahrungen wie Erhörungen, aber auch durch negative, wenn Gott Bitten ablehnt.

Wir wollen uns die Verheißung vor Augen halten. Wenn wir im Namen, d.h. auch im Sinne von Jesus beten, wird Gott uns erhören! Wir, die Unscheinbaren, können dazu beitragen, dass sein Reich kommt und sein Wille geschieht, wenn wir in enger Gemeinschaft mit ihm leben, ihn immer besser kennenlernen und seinen Interessen die höchste Priorität einräumen. Letzten Endes braucht Gott unsere Gebete nicht. Er kann alles tun, was er will. Aber er möchte uns diese Möglichkeit einräumen, beteiligt zu sein. Im Alten Testament sagt Gott einmal: „Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will?“ (1. Mo 18,17). Im Neuen Testament sagt Jakobus dann, dass Abraham Gottes Freund genannt wurde. Und Jesus sagt zu seinen Jüngern:  Ich nenne euch nicht mehr Knechte, denn der Knecht weiß nicht, was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich euch alles verkündet habe, was ich von meinem Vater gehört habe (Johannes 15,15).

Das höchste Privileg, das ein Mensch haben kann – Gottes Freund zu sein – hat auch eine hohe Verantwortung. Du kannst dann nicht mehr vor dich hindümpeln wie Otto Normalverbraucher.

Aber, damit wir uns jetzt nicht missverstehen: Es geht nicht um fromme Leistungen, nicht um soundso viele Stunden Gebet am Tag oder etwas in der Art. Jemand hat mich mal gefragt, wie lange ich am Tag bete. Ich weiß es nicht, ich habe eine Flatrate. Dann braucht man die Minuten nicht mehr zu zählen. Dieses Denken ist auch gefährlich, weil es zum Vergleichen führt. Betest du weniger als der, den du das fragst, wirst du deprimiert und fühlst dich ungenügend. Betest du mehr, kannst du dir auf die geistliche Schulter klopfen. Wofür soll das gut sein? Jesus ist selbst unser Vorbild. Er war immer in Gemeinschaft mit dem Vater, aber er hatte auch oft so viel zu tun, dass er und die Jünger noch nicht mal zum Essen kamen. Zuweilen sind ihm die Leute auf Schritt und Tritt gefolgt. Allen Müttern kommt das wahrscheinlich bekannt vor. Manchmal kann man noch nicht mal allein aufs Klo gehen. Das Leben hat verschiedene Phasen, und Gott weiß das auch.

Gemeinschaft mit Gott im Alltag kann man üben. Und zu gewissen Zeiten und Anlässen brauchte auch Jesus mal so dringend ein spezielles ausführliches Gespräch mit Gott, dass er sich die Zeit rausgehauen hat, manchmal auch nachts. Wenn du in der Gemeinschaft mit Gott lebst und dieses Bedürfnis hast nach einer ausführlichen Audienz bei deinem Vater im Himmel, dann bitte ihn, dass er dir einen Weg und eine Gelegenheit gibt, und er wird es gerne tun. Denn: Der Vater selbst hat euch lieb!

Beten lernen von Paulus (Predigt-Nachlese)

Kolosser1Manchmal scheint Gott auf etwas Nachdruck zu legen. Vor Kurzem habe ich mich entschlossen, den Kolosserbrief auswendig zu lernen. Schon länger ist es mir ein Anliegen, wenn ich bete – ob für andere oder für mich selbst – wirklich zu verstehen, was denn Gott eigentlich auf dem Herzen hat für uns, und um was er gebeten werden möchte, und ich dachte, der Kolosserbrief könnte mir dabei eine große Hilfe sein. Und nun haben wir heute in der Gemeinde mit einer Predigtreihe über den Kolosserbrief begonnen (obwohl eigentlich etwas anderes angekündigt war) …

In den ersten Versen des Kolosserbriefs (1-14) sehen wir Paulus total begeistert von dem Werk Gottes unter den Kolossern, die er noch nie gesehen hat. Aber er hat davon gehört von Epaphras, durch dessen Dienst offensichtlich die Gemeinde dort entstanden ist. Was er gehört hat, kommt ihm irgendwie bekannt vor, denn das Wort Gottes hat bei ihnen denselben Effekt wie an anderen Orten: Es bewirkt Glauben und Liebe und wächst und bringt Frucht. Das heißt nicht, dass es bei den Kolossern nichts mehr zu korrigieren und zu lernen gegeben hätte, wie man im weiteren Verlauf des Briefes sieht. Aber dass sie die Gnade Gottes wirklich erfahren haben, ist offensichtlich.

Vor der Fürbitte kommt bei Paulus der “Für-Dank”. Er freut sich für sie und dankt Gott für die Hoffnung, die sie nun haben, für ihre Errettung, für ihre “Versetzung” aus der Finsternis in Gottes Reich der Liebe und des Lichtes. Abgesehen davon, dass das aus seinem vollsten Herzen kommt, macht er ihnen und uns damit vor, wie wir Gott danken können und sollen. (In meiner Arbeit mit geistig behinderten Menschen sagen wir, wir “modeln” Kommunikation – genau das tut er hier!)

Was Paulus dann bittet, ist genau das, was jeder von uns persönlich, aber auch eine ganze Gemeinde braucht, um geistlich gesund zu sein: Erkenntnis des Willens Gottes, Weisheit, geistliches Verständnis. Ziel und Effekt ist ein Leben, das Gott gefällt, das die Verhaltensweisen und Taten hervorbringt, die ihm Ehre machen. Er bittet, dass sie Gott immer besser kennen. Ihr innerer Mensch muss durch Gottes Kraft gestärkt werden, nicht damit sie ein von Problemen und Krisen freies Leben haben, sondern damit sie in den Problemen aus- und durchhalten  und ihre Freude nicht verlieren. Es ist so wichtig für sie, dass sie erkennen, was sie haben – Vergebung, Erlösung, ein himmlisches Erbe –, damit sie übersprudeln mit Dank und Anbetung, weil Gott es wert ist.

Zum Nachdenken: Sind unsere Gebete auf diese Prioritäten ausgerichtet? Oder sind sie nur problemorientiert oder aufs Diesseitige gerichtet: Arbeit, Gesundheit, finanzielle Probleme? Steht der Dank bei uns an erster Stelle, wenn wir für uns und andere beten?

Durch Jesus wollen wir Gott ein immer währendes Dankopfer bringen, denn das Lob aus unserem Mund ist unser Bekenntnis zu ihm. (Hebräer 13,15 NeÜ)