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Was macht Jesus eigentlich im Himmel?

Heute ist Himmelfahrtstag. Für viele Menschen ist es einfach “Vatertag”, weil sie mit “Christi Himmelfahrt” wenig bis nichts anfangen können. Der Himmel mitsamt Christus ist weit weg, denken sie. Was hat das mit mir zu tun, falls es überhaupt wahr ist?

Ja, was macht Jesus eigentlich im Himmel? Hat er sich dahin verzogen, weil die Welt ihn nicht mehr interessiert?

  • Er regiert an Gottes Seite. Er hat alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Zur Zeit benutzt er seine Macht, um seinem Evangelium den Weg bis in den letzten Winkel der Welt zu bahnen. Er schickt seine Leute wie Schafe unter die Wölfe, um seinen Feinden Vergebung anzubieten und sie mit seiner Liebe bekannt zu machen. Er zieht Menschen zu sich auf unendlich vielen individuellen Wegen, aber immer durch sein Wort. Dadurch baut er sein Reich und sammelt sein Volk. Noch wird seine Herrschaft in dieser Welt nicht akzeptiert, er herrscht inmitten seiner Feinde.
  • Er “pflegt” seine Gemeinde auf der Erde. Durch den Geist, den er den Gläubigen geschickt hat, baut er sie auf, erinnert sie an seine Worte, korrigiert und reinigt sie, gibt ihnen Anweisungen, tröstet sie in allen Widrigkeiten und Nöten. Er gibt ihnen geistliche Gaben und setzt Menschen ein, um seine Gemeinde zu versorgen. Gleichzeitig vertritt er die Seinen im Himmel vor Gott und erwirkt ihnen die Vergebung ihrer Sünden. Er ist der ständige Vermittler zwischen Gott und uns.
  • Denen, die ihm vertrauen, bereitet er “Wohnungen” bei Gott. Er ist unser Vorläufer, der garantiert, dass wir in unserem himmlischen Vaterland ankommen, unser Hoffnungs-Anker im Himmel.
  • Er wartet auf den Zeitpunkt seiner Wiederkunft auf die Erde. Dann wird seine Herrlichkeit für jeden sichtbar sein, und auch die Widerspenstigen werden sich ihm unterwerfen. Dann wird alles zurechtgerückt: Er wird seine Diener belohnen und seine Feinde bestrafen. Dann heißt es: „Jetzt gehört die Herrschaft über die Welt unserem Herrn und seinem Messias! Und er wird in alle Ewigkeit regieren!“(Offenbarung 11,15)

Dass man Jesus jetzt nicht sieht, heißt nicht, dass man ihn nicht erleben kann! Man kann, das können viele bezeugen, die seinem Wort geglaubt haben. Und schon gar nicht heißt das, dass man ihn etwa nicht ernst nehmen müsste, denn er wird wiederkommen, und dann kommt er als Richter. Und jeder wird seine Knie vor ihm beugen.

Vaterliebe

“Der Vater selbst hat euch lieb!” Diese Aussage Jesu ist eins meiner Lieblingsworte in der Bibel.

Ich bin bei Gott angenommen. Er will mich haben – ich weiß nicht warum, aber es ist so. Er hat einen ungeheuren Aufwand dafür betrieben – seinen Sohn als Opfer für meine Sünden gegeben – damit ich sein Familienmitglied werden kann. Jetzt habe ich ein  Zuhause, das mir niemand wegnehmen kann, einen starken Versorger und Beschützer – und einen Erzieher.

Den brauch ich auch, denn wenn ich mich auch für einigermaßen normal intelligent halte, so bin ich doch geistlich gesehen immer noch ein ziemlicher Dummkopf; es war schon schlimmer, glaube ich, aber es gibt immer noch viel zu lernen. Deshalb versuche ich auch nach Möglichkeit, gegen die Erziehungsmaßnahmen Gottes nicht aufzumucken (ich vergesse es manchmal). Ich vertraue ihm, dass er nur Gutes im Sinn hat und gebe mir Mühe, ihm gut zuzuhören und zu gehorchen.

Denn ich fürchte ihn auch. Bei aller Liebe hat er nicht vor, von seinen Maßstäben abzurücken. Unterordnung gehört zum Kind–Sein in seinem Haushalt. Aber da ich weiß, dass Willkür und Tyrannei seinem Wesen fremd sind, und dass er voller Barmherzigkeit, Geduld und Vergebungsbereitschaft ist, fällt das auch nicht sonderlich schwer.

Niemand kann ohne Gott wirklich glücklich sein. Vielleicht kann er seine Sehnsucht ein bisschen betäuben, damit er sie nicht mehr fühlt. Vielleicht ist sein Herz hart von Misstrauen, weil Gottes eingefleischter Feind uns ständig in die Ohren bläst, Gott sei ein Monster, das uns in unserer Entfaltung hindern will. Deshalb lässt Gott uns ausrichten: “Der Vater selbst hat euch lieb!” Jesus will uns zum Vater führen. Er hat uns den Weg freigemacht durch seinen Tod, weil er Mitleid hatte mit uns Heimatlosen. Jeder braucht diesen Vater – du auch! Wirf deinen Stolz und dein Misstrauen weg und bitte ihn um Vergebung und um Aufnahme in dieses Zuhause, das er dir anbietet!