Manchmal benehme ich mich Gott gegenüber, als könnte man ihm nicht trauen. Dabei habe ich bis jetzt genau die gegenteilige Erfahrung gemacht…….manche Stürme habe ich an seiner Hand schon durchgestanden – und dann kommt ein kleines Windchen, und ich fürchte mich. Dabei hat er versprochen: Ich will dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen.
Es ist wie eine Geisteskrankheit – es gibt keine wirkliche Erklärung für dieses Misstrauen. Es ist für Gott im höchsten Maße beleidigend. Er hat so viel investiert, seinen Sohn für mich geopfert – mehr Ausdruck kann er seiner Vertrauenswürdigkeit wohl nicht verleihen! Und es kränkt ihn wirklich, unser Murren und Jammern, unsere Undankbarkeit und unser Unglaube. Beim Volk Israel machte es ihn zornig genug, ihnen den Eingang ins gelobte Land zu verweigern. Er stellt fest: 40 Jahre lang haben sie meine Fürsorge erlebt in der Wüste, aber ihr Herz geht immerzu in die Irre.
Ich will so nicht sein! Ich will seine Zuverlässigkeit in jeder Situation anerkennen! Und weil unsere Herzen so schwach sind, wird uns nahegelegt: Ermuntert einander jeden Tag! Wir brauchen ständig die gegenseitige Ermutigung im Kampf gegen diese unsere krankhafte Tendenz. Wir wollen einander hochziehen zum Glauben und Vertrauen und nicht bestätigen im Negativen. Verzagtheit und Selbstmitleid ist Sünde! Wir wollen uns an den Charakter unseres Gottes erinnern, an alles, was er uns schon Gutes getan hat, an die Verheißungen, die schon in Erfüllung gegangen sind, an seine unwandelbare Treue!
Wir wollen uns auch daran erinnern, dass er uns kein leichtes Leben, keine Gemütlichkeit, keinen Luxus und nicht die Zustimmung aller Menschen versprochen hat, aber seine Begleitung, seinen Beistand, seinen Trost, seine Versorgung und die zukünftige Herrlichkeit, und dass die Hölle uns nie überwältigen wird. Und das ist genug, um völlig glücklich zu sein.
