ein Gott mit Plan, der aus nichts etwas machen kann (V 2)
ein Gott des Lichts (3)
ein Gott mit Kraft, zu erschaffen (3 ff) und durch seinen Segen zu erhalten (22/28) vgl. auch Kolosser 1,17 und Hebräer 1,3
ein gebender, schenkender, fürsorglicher und versorgender Gott (29/30)
ein Gott voller Phantasie, der Vielfalt und Unterschiede liebt (11/21/24/25)
Ein Gott der Hierarchie: Gott > Mensch > Tiere und die übrige Schöpfung (27/28)
Konsequenzen: Verehrung und Bewunderung dieses Gottes, Vertrauen in seine Kraft und Fürsorge, Unterordnung, Annahme des Schöpfungsauftrags : vermehren und die Schöpfung untertan machen (28)
Das Alte Testament hat verschiedene Weisen, von dem kommenden Erlöser zu sprechen: in direkten Verheißungen, durch Schattenbilder (d.h. geistliche Realitäten haben symbolische vorläufige Entsprechungen im natürlichen Bereich wie die Opfer und der ganze Dienst im Tempel), und durch Typologie (d.h. das Leben von bestimmten Personen bildet in einigen Punkten Charakterzüge und Ereignisse ab, die wir auch bei Jesus sehen).
Bild: Von Michelangelo Merisi da Caravaggio – The Yorck Project: 10.000 Meisterwerke der Malerei. DVD-ROM, 2002. ISBN 3936122202. Distributed by DIRECTMEDIA Publishing GmbH., Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=148766
Das Alte Testament hat verschiedene Weisen, von dem kommenden Erlöser zu sprechen: in direkten Verheißungen, durch Schattenbilder (d.h. geistliche Realitäten haben symbolische vorläufige Entsprechungen im natürlichen Bereich wie die Opfer und der ganze Dienst im Tempel), und durch Typologie (d.h. das Leben von bestimmten Personen bildet in einigen Punkten Charakterzüge und Ereignisse ab, die wir auch bei Jesus sehen).
Noah kennt irgendwie jeder. Fast in jedem Kinderzimmer findet man die Arche mit den Tierpärchen und Bilderbücher zum Thema ! Verfilmt wurde die Geschichte auch, allerdings nicht so, wie sie sich nach der Bibel zugetragen hat.
Die Bibel zeigt uns Noah als einen Menschen, von dessen Glauben wir lernen können:
Durch Glauben baute Noah, als er eine göttliche Weisung über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses. Durch ihn verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die nach dem Glauben ist.
Noah muss in den Augen seiner Zeitgenossen ein ziemlich schräger Typ gewesen sein. Er baute ein riesiges Schiff auf dem Trockenen! Es war völlig unvorstellbar, zu was das einmal gut sein sollte, denn nicht nur gab es da, wo er war, kein Meer, auf dem das Ding schwimmen hätte können – noch viel unvorstellbarer war eine Flut.
Unter seinen Mitmenschen war er aber auch sonst ein Fremdkörper. Sie ignorierten Gott völlig.
Jahwe aber sah, wie groß die Bosheit der Menschen auf der Erde war. Ihr ganzes Denken und Streben, alles, was aus ihrem Herzen kam, war immer nur böse. Da beklagte Jahwe es, den Menschen erschaffen zu haben, und es schmerzte ihn bis in sein Innerstes hinein. (1.Mose 6,5,6 NEÜ)
Noah dagegen lebte mit Gott. Er wird als gerecht und untadelig beschrieben, was nicht bedeutet, dass er perfekt und ohne Fehler war. Aber er war in der ihn umgebenden Kultur der Gottlosigkeit der Einzige, der sein Leben nach Gott ausrichtete und ihm nicht den Rücken kehrte. So sollen auch wir uns abheben und als Kinder Gottes
ein reines, vorbildliches Leben führen in einer dunklen Welt voller verdorbener und verirrter Menschen, unter denen euer Leben wie ein helles Licht leuchtet. (Philipper 2,15 NEÜ)
Wir können nicht an allem teilhaben, was diese Welt so tut – und dann steht man manchmal allein. Noah zeigt uns, dass es mit Gott an unserer Seite nicht einfach, aber möglich ist!
In seinem Glauben stützte sich Noah auf nichts anderes, als das was Gott gesagt hatte, auch wenn er es noch nicht sehen konnte. Es ging über seine Erfahrung weit hinaus und war mit seiner Logik nicht zu fassen, aber er vertraute darauf. Über einen Zeitraum von 120 Jahren investierte er sein Leben in den Bau dieses riesigen Schiffes angesichts von Unverständnis, Spott und Gleichgültigkeit seiner Zeitgenossen, die weiterlebten wie bisher – und sah kein einziges Wölkchen am Himmel, das ihn und seine Gerichtsbotschaft bestätigt hätte.
Und dann, als alles beendet war, kam die Flut plötzlich und unerwartet und dauerte ein Jahr. Es gab keine Entkommen und kein Überleben außer für die, die vor dem Gericht in die Arche gegangen waren.
Gott wird diese Welt noch einmal richten. Auch diesmal lässt er es vorher verkündigen.
Der Tag des Herrn wird so unerwartet kommen wie ein Dieb. Dann wird der Himmel unter schrecklichem Lärm vergehen, und alles wird sich in Flammen auflösen; und die Erde wird mit allem, was auf ihr ist, dem Gericht ausgeliefert werden. (2.Petrus 3,10 NEÜ)
Die Arche, die er anbietet, ist Jesus Christus. Wenn wir unser Vertrauen in ihn setzen, werden wir gerettet. Dieses Vertrauen wird sich dann auch ganz praktisch zeigen. Unser Leben wird sich ändern. Statt dem Glück in dieser Welt nachzujagen, werden wir in die Ewigkeit investieren, in Dinge, die wir noch nicht sehen. Wir werden danach streben, Gott durch sein Wort immer besser kennenzulernen und ihm zu gefallen.
Wenn aber alles um uns her sich auf diese Weise auflösen wird, wie viel mehr solltet ihr dann ein Leben führen, das heilig ist und Gott ehrt! Ihr solltet diesen Tag erwarten und ihn herbeisehnen – den Tag, an dem Gott den Himmel in Brand setzt und die Elemente in den Flammen zerschmelzen. Wir aber erwarten den neuen Himmel und die neue Erde, die er versprochen hat. Dort wird Gottes Gerechtigkeit herrschen. Bemüht euch deshalb darum, liebe Freunde, ein reines und tadelloses Leben im Frieden mit Gott zu führen, während ihr auf dies alles wartet. Und denkt daran: Gott wartet, damit die Menschen gerettet werden. (2.Petrus 3,11-15)
Gott ist groß, souverän und allmächtig. Seine Pläne standen vor Grundlegung der Welt fest und reichen bis in die Ewigkeit. Sich das bewusst zu machen, ist manchmal ganz heilsam gegen unseren übertriebenen westlichen Individualismus, der immer um die eigene Befindlichkeit kreist. Aber es wirft auch die Frage auf: Interessiert Gott sich auch für mich persönlich? Kümmert ihn, was ich fühle, und wie es mir geht?
Ich lese in der Bibel gerade die Geschichten von Jakob und Josef. Gott ließ es zu, dass Josef in die Sklaverei verkauft wurde. Er schickte ihn auf diese Weise nach Ägypten, wo er später die Möglichkeit hatte, seine Familie in einer Hungersnot zu versorgen. Mit dieser Familie hatte Gott noch viel vor. Sie durfte in der Hungersnot nicht umkommen.
Hat Gott nun das persönliche Glück Josefs für seine Pläne für das Volk Israel geopfert? Und was war mit Jakob, seinem Vater, der davon ausgehen musste, dass Josef tot war? Dem das Herz darüber gebrochen war, und der fortan in ständiger Angst lebte, dass ihm auch noch sein Jüngster genommen werden könnte? War Gott das egal?
In dem Zusammenhang hat mich eine Stelle in der Erzählung in 1.Mose 46 sehr berührt. Gott begegnet Jakob in Beersheba und sagt ihm: Fürchte dich nicht nach Ägypten zu ziehen, denn ich will dich da zu einem großen Volk machen! Da ist er wieder, der Masterplan, in dem Jakob ein Rädchen im Getriebe ist! Und dann fährt er fort: Dein Sohn Josef wird dir die Augen zudrücken! Welche Zärtlichkeit Gottes! Er hat Jakobs Gefühle nicht ignoriert. Er hat seine Tränen gesammelt und gezählt und die ganze Zeit seinen Schmerz mit empfunden. Nun will er ihn trösten mit dem, was er sich am meisten wünscht. Das hier ist für niemand als für Jakob und seinen Sohn.
Der Herr ist voll innigen Mitgefühls und barmherzig, heißt es im Jakobusbrief. Es übersieht uns nicht, und er tut unsere Gefühle nicht ab. Er lässt Leid in unserem Leben zu, aber er lässt uns nicht ohne Trost – ein väterlicher, zartfühlender Gott voller Erbarmen und Freundlichkeit, der weiß, was wir wann brauchen.
Du – ganz persönlich – bist von ihm nicht übersehen. Du kannst seiner Liebe vertrauen.