Kennst du diese Tage, wo dir alles über den Kopf wächst, wo du zuschauen kannst, wie deine Kraft durch den Abfluss rinnt, wo du dich so schwach fühlst, dass du gerne aussteigen würdest aus dem Dienst des Herrn und sagen: “Ich kann nicht mehr! Wer bin in ich eigentlich, dass du sowas von mir erwartest?”
Ich hatte solch einen Tag (oder mehrere). Ich saß im Bus, dachte über alles nach und schaute dabei aus dem Fenster. Da zog ein junger Mann meinen Blick an, der mit einer Hand einen Kinderwagen vor sich her schob. Sein Kind lag aber nicht darin, sondern er hielt es in einer Decke auf dem anderen Arm, das kleine Gesicht seinem gegenüber, und sah es an. Vielleicht hatte das Kleine geweint und konnte sich nicht beruhigen und brauchte seinen besonderen Trost und seine Ansprache. Durch diesen Anblick sprach der Herr zu meinem Herzen: So halte ich dich. Ich bin dein Vater! Es ist nicht schlimm, wenn du schwach und hilflos bist, weil ich stark bin!
Ist das nicht wunderbar? Schwach sein zu dürfen, gehalten zu sein, getröstet zu werden? Mit solch einem Vater wird es zu einer guten Sache, klein und hilflos zu sein, weil es uns das Privileg seiner freundlichen Nähe und Zuwendung verschafft! Und dann können wir wieder weitermachen.

Danke. Was für ein schöner Gedanke. Ich glaube, dass Gott uns in Jesus Christus trösten will. Auch an grauen Tagen