Ich komme ohne nicht aus.
Ob man nun mit Messer und Gabel isst (z.B. nach einem ausgefuchsten Bibelleseplan) oder wie ich eher mit den Fingern (s.u.) – wichtig ist, dass alles drin ist. Wer sich nur die Rosinen rauspickt, lebt weder gut noch lange; außerdem wird das bald langweilig.
Ich persönlich lese nach der allereinfachsten Methode, fortlaufend, immer abwechselnd ein Buch im neuen und eins im alten Testament. Das neue lese ich dadurch öfter; es hat eine hohe Nahrungsmitteldichte, finde ich. Insgesamt lasse ich nichts aus, und dadurch ist die Versorgung mit allen lebenswichtigen Stoffen sichergestellt.
Ich esse jeden Tag, also lese ich auch täglich in der Bibel. Bei beidem gibt es schon mal eine Ausnahme, aber Nahrungskarenz finde ich eher unangenehm, und zuviel davon macht dünn und schlapp. Manchmal lese ich schnell, eher im Weitergehen, manchmal habe ich üppig Zeit, und kann es gründlich genießen. Immer nur kurz und schnell führt aber zu Verdauungsstörungen.
Und man muss schon kauen, damit die Enzyme wirken können. Wenn ich unkonzentriert bin, hilft manchmal laut lesen (obwohl – man glaubt es kaum- selbst dabei gehen meine Gedanken bisweilen spazieren. Ich bin ein echter Multitasker!) Heute habe ich nach jedem Vers mit eigenen Worten formuliert, was ich verstanden habe, um mich selbst bei der Stange zu halten.
Manchmal brauche ich auch Hilfe, jemand, der mir harte Brocken kleinschneidet. Deswegen nutze ich hin und wieder einen guten Bibelkommentar. In meinem Regal steht der Kommentar von William MacDonald, es gibt aber auch gute Online-Ressourcen. In Englisch gibt es noch wesentlich mehr, außerdem ein tolles kostenloses Bibelprogramm mit den Kommentaren der alten Puritaner (und mehr). Inzwischen gibt es das alles sogar schon für Smartphones.
Aber: nur immer essen, macht fett und krank – man muss es auch verstoffwechseln, und man muss sich bewegen. Geistliche Muskeln bilden sich erst durchs Umsetzen = Gehorchen. Das muss nicht immer „action“ sein, dazu gehören auch solche Sachen wie Geduld üben, Sünden bekennen, vertrauen, beten.
Guten Appetit!

