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Entdeckungen in der Apostelgeschichte: Christliche Prepper

prepperWas würden wir machen, wenn uns durch einen zuverlässigen und bewährten Propheten, von dem wir wissen, dass seine Botschaften wirklich von Gott kommen, eine Hungernot angesagt würde? Wahrscheinlich hieße der nächste christliche Bestseller “Das Josefs-Prinzip”  (der würde dann den “Daniel-Plan” verdrängen) und würde uns anweisen, in den fetten Jahren Vorräte anzulegen, um die mageren durchzustehen, was sich ja prinzipiell auch nicht unvernünftig anhört und schon mal bewährt hat.

Tatsächlich gab es eine solche Situation mal; sie wird uns in der Apostelgeschichte im 11. Kapitel berichtet:

Während dieser Zeit kamen einige Propheten von Jerusalem herab nach Antiochia.
Einer von ihnen hieß Agabus. Einmal stand er auf und sagte – vom Geist Gottes geführt – eine schwere Hungersnot über die ganze römische Welt voraus, die dann auch unter Kaiser Klaudius eintrat. Apg 11,27.28 (NEÜ)

Aber die Christen in Antiochia reagierten anders, als wir es erwarten würden. Sie dachten nicht zuerst an sich, sondern an die Glaubensbrüder in Jerusalem, von denen sie wussten, dass sie sehr arm waren. Dafür gab es verschiedene Gründe, aber einer davon war die Verfolgung, denn als Christen waren sie aus dem sozialen Netzwerk der Juden ausgeschlossen. (Ähnliches passiert auch heute, z.B. sind die Christen in Notgebieten oft von Hilfslieferungen ausgeschlossen, wenn diese über die Moscheen verteilt werden.) Die Gemeinde in Antiochia beschloss also, zusammenzulegen und Paulus und Barnabas Geld mitzugeben, das die Ältesten in Jerusalem an die bedürftigen Jerusalemer Geschwister verteilen sollten. Da die vorausgesagte Hungersnot  – wie wir aus der Geschichte wissen – erst zwei Jahre nach dieser Prophezeiung eintrat, konnten die Christen in Jerusalem sich so tatsächlich noch auf die Hungersnot vorbereiten.

Wie “preppen” wir, wenn wir eine Katastrophe kommen sehen? Zuerst für uns und unsere Familie oder für andere?