Predigt-Nachlese: Fan oder Nachfolger?

Der Predigttext heute war Lukas 14, 25-35.

Hier wird Jesus von einer großen Volksmenge begleitet, die begeistert und interessiert zuhört, und Jesus erläutert ihnen die Bedingungen der Nachfolge.

Und es wird klar: Jesus braucht keine Fans. Er will nicht Mitglied in deinem Freundeskreis werden, sondern er hat einen Totalanspruch an dein Leben. Ganz oder gar nicht! Alles andere muss ihm nachgeordnet werden. Wir geben alle Rechte an uns selbst und unserem Eigentum an ihm ab.

(Kleine Warnung, um Missverständnissen vorzubeugen: an JESUS geben wir das ab, nicht etwa an irgendwelche Institutionen, Organisationen oder Menschen – das wäre fatal.)

Praktisch bedeutet das, dass wir zu Verwaltern werden, die Gehorsams-bereit nach Gottes Willen suchen, was sie mit ihrer Zeit, ihrem Eigentum und allen ihren Kräften tun sollen. Und ja! es kann uns alles kosten, auch unser Leben – wie das viele unsrer Glaubensgeschwister in der Welt an eben diesem heutigen Tag erfahren! Das sollte uns bewusst sein, wenn wir uns in diese Nachfolge begeben. Wir müssen uns aber dafür nicht auf unsere Kraft stützen, sondern können uns auf seinen Heiligen Geist verlassen, dass er uns dazu befähigt.

Und alle halben Sachen sind bestenfalls lächerlich, so wie Salz, das nicht salzt! Wer nur ein Fan bleibt, verliert; wer alles hingibt, gewinnt! Das erinnert mich an den berühmten Spruch des Missionars und Märtyrers Jim Elliot: “Der ist kein Tor, der hingibt, was er nicht behalten kann, um zu gewinnen, was er nicht verlieren kann!”

Diese ganze Hingabe, sagt Paulus, ist “zu allen Dingen nütze, weil sie die Verheißung des Lebens hat, sowohl des jetzigen, wie auch des zukünftigen.” (1.Tim.4,8) – nicht eines leichten, sorgenfreien, gesicherten Lebens, sondern eines Lebens, das erfüllt ist mit Gottes Kraft und Freude und das von hier bis in die Ewigkeit reicht.

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