Wenn Gott geht

Ich habe mir eben den Text der heutigen Predigt noch mal durchgelesen, und irgendwie hat mich der Vers 35 betroffen gemacht. In meiner Übersetzung sagt Jesus da: “Siehe, euer Haus wird euch überlassen.” Vorher hat er festgestellt, dass Jerusalem einfach nicht wollte, sein Angebot ablehnt hat, bei ihm Zuflucht zu nehmen.

Ja, das kann passieren, dass Gott jemandem sein Haus überlässt, geht, die Ablehnung akzeptiert. Was dann geschieht, kann man an der Geschichte Israels ablesen. Und obwohl wir wissen, dass Israel immer noch von Gott geliebt ist und zu Umkehr und Wiederannahme geführt werden wird, wünscht man diese Erfahrungen niemandem.

Die Abwesenheit Gottes ist Gericht: Kein Schutz mehr, keine Gnade, keine Vergebung, keine Liebe, keine Hoffnung, nur noch wir mit unsrer Dummheit und Schwachheit gegenüber dem Feind, hilflos und allein. Genauso war mein Leben, ehe ich den Herrn kannte, leer und dunkel. Wer könnte jemals dahin zurück wollen?

Und wenn du, der dieses liest, in deinem Leben unter dieser Abwesenheit Gottes leidest, dann sollst du wissen: Gott ist jederzeit bereit, diesen Zustand aufzuheben, wenn du deine Schuld bekennst und deine Ablehnung aufgibst. Jesus ist gestorben, um die Schuld zu beseitigen und den Weg frei zu machen – du musst nur Ja sagen und die Begnadigung annehmen!

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