Christen versammeln sich, wenn es ihnen irgendwie möglich ist, am ersten Tag der Woche, um ihren auferstandenen Erlöser gemeinsam anzubeten. Die Formen dabei sind sehr unterschiedlich, aber das stört den Herrn eher weniger. Auf das Herz kommt es an.
Wenn es auch ganz sicher wahr ist, dass im Gottesdienst Gott uns mehr dient als wir ihm, so hat Gott doch auch eine gewisse Erwartung an uns, z.B.
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erwartet er Lobopfer als die “Frucht der Lippen”, die seinen Namen bekennen, (Hebräer 13,15)
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und er sucht Anbeter, die ihn in Geist und Wahrheit anbeten (Johannes 4,23).
Das Lobopfer ist der Dank, den wir Gott bringen. Aber wie das Volk Israel im gelobten Land Gott nie irgendetwas zu opfern hatte, was Gott ihm nicht zuvor gegeben hatte, so ist es auch bei uns. Gott gibt uns etwas von sich, und wir geben ihm ein kleines bisschen davon zurück.
Wie komme ich nun auf “Sonntagskorb”? In 5. Mose 26 ordnet Gott an, dass die Israeliten von den ersten Früchten ihrer neuen Heimat etwas in einen Korb legen und damit zur Gottesdienststätte gehen sollten. Dort sollten sie sich dann vor Gott erinnern: Wo sie eigentlich herkamen, wie Gott sie befreit hatte, und was für ein gutes Land er ihnen jetzt gegeben hatte. Sie sollten ihn anbeten und sich vor ihm freuen.
Anbetung ist nichts, was wir im Gottesdienst “machen”. Wir sollten nicht erwarten, dass uns ein “Worshipteam” von 0 auf 100 hochfahren kann. Wir sollten mit einem vollen Korb kommen. Da sind die ganzen guten Sachen drin, die ich über die Woche geerntet habe, wenn ich mich in meiner stillen Zeit wirklich von Jesus ernährt habe und satt geworden bin. Wenn jeder so kommt und in seinem Herzen was mitbringt, was für eine Freudenexplosion kann dann der Sonntagsgottesdienst werden! So wird der Sonntag nicht der eine Tag, an dem Gott und sein Wort eine kleine Ecke in unserem Leben kriegen, sondern der Höhepunkt eines alltäglichen Lebens mit Jesus, wo alle gemeinsam ihre vollen Körbe bei Gott abgeben und feiern!
